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Trail&Pass
Aussichtspunkt auf 4.200 Metern im Winter, Blick über das Nebelmeer

Mardi Himal · Permits, Höhe, Reisezeit

Permits, Guidepflicht und Reisezeit: die Regeln des Annapurna-Schutzgebiets, die Höhe in vier Tagen und die Monate, in denen der Grat frei ist

Der Mardi-Himal-Trek liegt im Annapurna-Schutzgebiet, dem größten Nepals: 7.629 Quadratkilometer, seit 1992 ausgewiesen, verwaltet vom National Trust for Nature Conservation, der sich aus den Eintrittsgebühren finanziert. Wer hinein will, braucht das ACAP-Permit, eine TIMS-Karte und seit April 2023 einen lizenzierten Guide; am Posten in Pothana oder Dhampus wird geprüft. Die Route selbst ist jung – 2012 eröffnet, nach einer Erkundung von TAAN, ACAP und NTNC, seither mit Lodges bis zum High Camp ausgebaut und seit dem Boom des einheimischen Tourismus nach 2015 der meistbegangene kurze Trek der Region. Hier die Regeln, die Höhe, die Ausrüstung und die Monate.

Redaktionell geprüft am 26.09.2026Preisstand 26.09.2026Foto: KarnLokesh, CC BY-SA 4.0
Regeln auf einen Blick
  • ACAP-Permit3.000 Rupien je Person (Ausländer), 1.000 für SAARC-Bürger, Kinder unter zehn frei; online über das ePermit-Portal des NTNC (plus 2,9 % Gebühr), am Schalter in Pokhara oder Kathmandu, am Kontrollposten das Doppelte
  • TIMS-Karte2.000 Rupien für Ausländer in Gruppen über einen Veranstalter; ausgestellt vom Nepal Tourism Board oder TAAN in Pokhara und Kathmandu; Passkopie und Foto
  • GuideSeit 1. April 2023 Pflicht für ausländische Trekker in Schutzgebieten; alle 38 Pakete enthalten einen lizenzierten Guide
  • KontrollpostenPothana (bei Start in Kande) oder Dhampus (bei Start in Phedi), dazu Deurali; Permit und TIMS werden registriert
  • HöheHigh Camp 3.580 m als höchster Schlafplatz, Aussichtspunkt 4.200, Basislager 4.500; in den Viertägern 60 Stunden von Pokhara bis oben

Das Schutzgebiet: ACAP seit 1986, Mardi seit 2012

Das Annapurna Conservation Area Project begann 1986 als Pilotprojekt in Ghandruk, wurde 1992 als Schutzgebiet ausgewiesen und ist mit 7.629 Quadratkilometern das größte Nepals: 1.226 Blütenpflanzen, 105 Säugetiere, 523 Vogelarten, darunter der Danphe, Nepals Nationalvogel, den man im Wald zwischen Forest Camp und Low Camp mit etwas Glück sieht. Anders als die Nationalparks wird es nicht vom Staat, sondern vom National Trust for Nature Conservation verwaltet, der keine regelmäßigen Staatsmittel bekommt und sich aus den Eintrittsgebühren der Trekker finanziert – das ist der Grund, warum das Permit doppelt kostet, wenn man es erst am Posten kauft.

Der Mardi-Grat war bis 2012 ein Weg für Hirten und Zeltexpeditionen. In dem Jahr eröffneten TAAN, ACAP und NTNC die Route nach einer Erkundung; ein Ausschuss aus dem Dorf Sidhing, das Mardi Himal Tourism Trek Management Committee, baute die ersten Lodges auf. Die Kathmandu Post beschrieb den Weg 2018 noch als „neu eröffnet“ mit zwanzig ausländischen Trekkern in einer Woche; nach 2015, mit dem Boom des einheimischen Tourismus, wuchs er zum meistbegangenen kurzen Trek der Region. Im März 2026 zählte ACAP 48.513 ausländische Besucher im gesamten Annapurna-Gebiet – in einem Monat.

Permit, TIMS und Guide: was man braucht und wo man es bekommt

Zwei Papiere und ein Mensch. Das ACAP-Permit kostet für Ausländer 3.000 Rupien (rund 20 Euro), für Bürger der SAARC-Staaten 1.000, Kinder unter zehn sind frei. Es gibt es online über das ePermit-Portal des NTNC mit Kartenzahlung und 2,9 Prozent Gebühr, am Schalter des Nepal Tourism Board in Pokhara (Damside) oder Kathmandu (Bhrikutimandap) in bar, oder am Kontrollposten – dort aber zum doppelten Preis. Die TIMS-Karte des Nepal Tourism Board kostet 2.000 Rupien für Ausländer, 1.000 für SAARC, und wird seit 2023 nur noch über registrierte Veranstalter ausgestellt; sie braucht Passkopie, Foto und Versicherungsdaten. Der Guide ist seit dem 1. April 2023 Pflicht: Das Nepal Tourism Board hat für ausländische Trekker in Nationalparks und Schutzgebieten lizenzierte Begleitung vorgeschrieben, die Kathmandu Post meldete es am 4. März 2023. Bei allen 38 Paketen hier ist der Guide drin; die Anbieter besorgen ACAP und TIMS vorab und brauchen dafür Passkopie und Foto – Pokhara Adventure, Nomad Mountain Club und Alliance schreiben das ausdrücklich, bei den anderen gilt es auch.

Bei 29 der 38 Pakete stehen ACAP und TIMS in der Leistungsliste. Bei neun fehlen sie – Base Camp Hike, Mosaic, Amazing Nepal, Nepal Treks, Heaven Himalaya („alle Gebühren“), Wander Walkers, Trip Pokhara, Adventure Blossom, Shiva Excursion. Dort nachfragen; 5.000 Rupien sind keine Kleinigkeit, aber auch kein Grund, ein sonst passendes Paket zu verwerfen.

Blühender Rhododendron vor Annapurna Süd im Frühjahr
Rhododendron vor Annapurna Süd: Von Mitte März bis Ende April blüht der Wald zwischen Deurali und Low Camp – der zweite Grund neben der Sicht, im Frühjahr zu gehen.Foto: Aditya Pal, CC BY-SA 4.0

Die Höhe: 60 Stunden von Pokhara auf 4.500 Meter

Mardi ist niedriger als Everest, Annapurna Circuit und Langtang, aber schneller als alle: Von Pokhara auf 820 Metern steht man in den Viertagepaketen am dritten Morgen auf 4.500, im Dreitäger von CAN nach 48 Stunden. Der höchste Schlafplatz ist das High Camp auf 3.580 Metern – Himalayan Recreation schreibt korrekt, dass „Beschwerden in dieser Höhe unabhängig von Alter und Fitness häufig sind“. Die Faustregel über 3.000 Metern lautet 300 bis 500 Höhenmeter Schlafhöhe am Tag; die Viertäger verletzen sie am zweiten Tag (Forest Camp 2.600 auf High Camp 3.580), die Fünftäger mit Nacht in Low Camp oder Badal Danda halten sie annähernd ein.

Was hilft: langsam gehen, drei bis vier Liter trinken, keinen Alkohol im High Camp, und am Gipfelmorgen ehrlich sein – Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel sind Gründe umzukehren, der Aussichtspunkt auf 4.200 Metern ist ein guter Ort dafür. Die Rundumpakete (Mission Himalaya, Ace, Heaven Himalaya) bauen einen kurzen vierten Tag ein, „weil wir über 3.000 Meter sind“; Nepal_first schläft zweimal im High Camp. Der Abstieg ist die Kur: Vom High Camp nach Siding sind es 1.800 Meter an einem Tag. Wer Diamox nehmen will, spricht vorher mit dem Arzt; die Versicherung muss Trekking bis 5.000 Meter und Helikopterbergung einschließen, ein Flug vom High Camp nach Pokhara kostet 2.500 bis 4.000 Dollar.

Reisezeit: Monat für Monat

MonateWetter am GratWald, Piste, LodgesEinschätzung
OktoberNach dem Monsun klar, tagsüber 10 bis 15 Grad im High Camp, nachts um null; beste Sicht des JahresWege trocken, Lodges voll, Dashain-Feiertage Mitte OktoberBeste Zeit; vorbuchen
NovemberKlar und trocken, nachts minus 5 im High Camp; Grat windigTrocken, ab Ende des Monats leererBeste Zeit
DezemberKalt, klar, nachts minus 10; erster Schnee auf dem GratLeer, morgens Reif, einzelne Lodges schließenGut mit Ausrüstung; Grödel für den Gipfelmorgen
Januar–FebruarKältester Abschnitt, nachts minus 10 bis minus 15; Schnee oberhalb Badal Danda, Basislager oft nicht erreichbarLeer, Piste nach Siding vereistFür Erfahrene; Aussichtspunkt statt Basislager
MärzMild und meist klar, nachts um null; Restschnee am GratRhododendron beginnt zu blühenSehr gut
AprilWarm, klar am Morgen, Dunst am NachmittagRhododendronblüte auf dem Höhepunkt, Wald am schönsten; Lodges vollZweitbeste Zeit
MaiHeiß unten, Wolken ab Mittag, Gewitter; Sicht nur frühSchwül, erste Blutegel im WaldGeht, mit frühem Aufbruch
Juni–SeptemberMonsun: Wolken, Regen, Sicht selten; Grat glitschigBlutegel, Erdrutsche auf der Piste nach Siding, Lodges teils zuNicht empfohlen; 23. September 2026: Wetterdienst rät, Treks auszusetzen

Was man mitnimmt – und was acht Pakete leihen

Ein Teehaustrek braucht kein Zelt und keinen Kocher, aber einen Schlafsack bis minus zehn Grad (die Decken im High Camp reichen im Oktober, nicht im Dezember), eine Daunenjacke für den Gipfelmorgen, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe, Sonnenbrille und Sonnencreme für den Grat, feste Schuhe mit Profil für den Abstieg nach Siding, im Winter Grödel. Acht Pakete leihen Schlafsack und Daunenjacke: Nepal Wilderness (mit Stöcken und Grödeln), Mission Himalaya, Heaven Himalaya, Alliance, Ace, Alpine Club, Nepal Treks, Himalayas On Foot „falls nötig“. Alle anderen nicht; in Lakeside gibt es Verleihe für 100 bis 200 Rupien am Tag je Teil, Himalayan Recreation schreibt, der Guide helfe dabei. Wasser: Flaschen kosten oben 250 Rupien, Tabletten oder Filter sparen Geld und Plastik. Bargeld: kein Automat nach Pokhara. Stöcke lohnen sich für die 1.800 Meter Abstieg.

Fragen zu Permits und Reisezeit

Kann ich ohne Guide gehen?

Offiziell nicht mehr: Seit dem 1. April 2023 verlangt das Nepal Tourism Board für ausländische Trekker in Nationalparks und Schutzgebieten einen lizenzierten Guide, und die TIMS-Karte gibt es nur noch über Veranstalter. Am Posten in Pothana wird registriert. In der Praxis werden Einzelgänger am Mardi-Grat noch gesehen; wer es tut, geht ohne Versicherungsschutz und mit dem Risiko, am Posten abgewiesen zu werden. Alle 38 Pakete hier haben den Guide drin.

Wo kaufe ich das Permit, wenn ich es selbst besorgen will?

Online über das ePermit-Portal des NTNC mit Karte, oder am Schalter des Nepal Tourism Board in Pokhara Damside, Montag bis Freitag; Pass, ein Foto, 3.000 Rupien bar. Bei den Paketen macht das der Anbieter mit der Passkopie, die man ihm vorab schickt.

Brauche ich Grödel?

Von Dezember bis Februar ja, oft auch im März: Der Grat zwischen High Camp und Aussichtspunkt liegt dann unter festgetretenem Schnee, der am frühen Morgen vereist ist. Nepal Wilderness gibt sie mit; in Lakeside kosten sie 200 Rupien am Tag oder 1.500 zum Kauf. Im Oktober und November braucht man sie nicht.

Wie voll ist es?

Voller als vor zehn Jahren, leerer als Poon Hill und das Annapurna Base Camp. Im Oktober und April sind die Lodges im High Camp abends belegt, man teilt Zimmer und Schlafsäle; die Guides reservieren telefonisch voraus, was bei den Gerüsten („Bettenreservierung“) ausdrücklich dazugehört. Im Dezember und Mai hat man den Grat fast für sich. Die Kathmandu Post zählte 2018 zwanzig ausländische Trekker in einer Woche; heute sind es an einem Oktobertag mehr, dazu viele nepalesische Gäste am Wochenende.

Quellen und Prüfstand

13 Quellen anzeigen
  1. ntnc.org.np/project/annapurna-conservation-area-project-acap – National Trust for Nature Conservation: ACAP seit 1986, Schutzgebiet seit 1992, 7.629 km², Artenzahlen, Finanzierung aus Eintrittsgebühren (abgerufen am 26.09.2026)
  2. epermit.ntnc.org.np/ – NTNC ePermit: Eintritt 3.000 NPR Ausländer, 1.000 SAARC, 2,9 % Online-Gebühr, doppelt am Kontrollposten (abgerufen am 26.09.2026)
  3. ntb.gov.np/plan-your-trip/before-you-come/tims-card – Nepal Tourism Board: TIMS-Karte, Gebühren, Guidepflicht (abgerufen am 25.09.2026)
  4. kathmandupost.com/money/2023/03/04/no-more-solo-treks-guides-mandatory – Kathmandu Post, 04.03.2023: Guidepflicht ab 1. April 2023 (abgerufen am 25.09.2026)
  5. kathmandupost.com/art-culture/2026/04/25/chiya-kaka-and-the-unfinished – Kathmandu Post, 25.04.2026: Eröffnung 2012, Mardi Himal Tourism Trek Management Committee (Sudip Gautam), 48.513 ausländische Besucher im März 2026 laut ACAP (abgerufen am 26.09.2026)
  6. kathmandupost.com/travel/2018/11/30/exploring-mystical-mardi-himal-in- – Kathmandu Post, 30.11.2018: „neu eröffnet“, rund 20 ausländische Trekker, Permit am Posten Deurali (abgerufen am 26.09.2026)
  7. kathmandupost.com/travel/2019/06/06/how-to-do-the-mardi-himal-trek-qui – Kathmandu Post, 06.06.2019: Höhen der Camps, „steile An- und Abstiege“, Markierung (abgerufen am 26.09.2026)
  8. kathmandupost.com/weather/2026/09/23/avoid-long-distance-travel-from-f – Kathmandu Post, 23.09.2026: Wetterdienst rät, Treks vom 25. bis 27. September auszusetzen (abgerufen am 26.09.2026)
  9. www.dhm.gov.np/ – Nepalesischer Wetterdienst DHM: Monsun- und Trockenzeit (abgerufen am 23.09.2026)
  10. www.gov.uk/foreign-travel-advice/nepal/safety-and-security – Britisches Außenministerium: Trekking in Nepal, Versicherung, Guidepflicht (abgerufen am 23.09.2026)
  11. www.viator.com/tours/Gandaki-Zone/Mardi-Himal-Trek/d51906-28592P40 – Himalayan Recreation: Höhenhinweis, Versicherungsnachweis, Leihausrüstung in Pokhara (Viator Partner API) (abgerufen am 26.09.2026)
  12. www.viator.com/tours/Pokhara/Mardi-Himal-Trek/d22291-104921P6 – Nepal Wilderness: Schlafsack bis minus 25, Grödel, Stöcke (Viator Partner API) (abgerufen am 26.09.2026)
  13. en.wikipedia.org/wiki/Mardi_Himal – Wikipedia (Sekundärquelle): Trekkingroute 2012 eröffnet, Lodges bis 3.550 m, ebenso viele einheimische wie ausländische Trekker (abgerufen am 26.09.2026)