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Trail&Pass
Eine lange Hängebrücke über die Schlucht

Manaslu Circuit · Permits und Guidepflicht

Permits und Guide: was das Sperrgebiet verlangt und wer es prüft

Der Manaslu ist der Trek mit den meisten Papieren in Nepal: vier Permits, eines davon nur über eine Agentur, eines nur für Gruppen, und eine Behörde, die den Originalpass sehen will. Das ist der Grund, warum es hier keine Produkte ohne Guide gibt und warum jedes Paket einen Tag in Kathmandu vor dem Trek braucht. Hier stehen die Gebühren nach Saison, die Regeln für Einzelreisende, die Kontrollposten und die Fehler, die man vor der Abreise vermeidet – mit dem Vorbehalt, dass die amtlichen Seiten des Department of Immigration für uns nicht erreichbar waren und wir Anbieterangaben von 2026 nennen.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 26.09.2026Foto: MITESHSTHA, CC BY-SA 4.0
Kurz gesagt
  • Vier PermitsRestricted Area Permit (RAP) für Jagat bis Dharapani · Manaslu Conservation Area Permit (MCAP) · Annapurna Conservation Area Permit (ACAP) ab Dharapani · TIMS-Karte; mit Tsum Valley ein zweites RAP
  • GebührenRAP September–November 100 USD für die ersten 7 Tage, dann 15 je Tag; Dezember–August 75 und 10 · MCAP 3.000 NPR (≈ 22 USD) · ACAP 3.000 NPR · TIMS 2.000 NPR (≈ 15) · Tsum: 40 USD (Sept–Nov) bzw. 30 für die erste Woche, dann 7 je Tag – alles Anbieterangaben 2026
  • Wer beantragtNur eine in Nepal registrierte Trekkingagentur, mit Originalpass, Visum und zwei Fotos je Person, beim Department of Immigration in Kathmandu, Sonntag bis Freitag, ein Werktag; der Guide steht mit Lizenznummer auf dem Permit
  • Zwei oder einsBis März 2026 mindestens zwei Reisende je Permit; laut Anbietern seit 22.3.2026 auch Einzelreisende mit Guide – amtlich nicht geprüft. Sieben der 32 Pakete verlangen weiterhin zwei
  • KontrollePolizeiposten Jagat (Eintritt), MCAP-Büro Namrung, Ausstieg Dharapani; Permit und Pass bereithalten, der Guide trägt die Papiere

Die vier Permits und was sie kosten

Restricted Area Permit (RAP). Das Gebiet zwischen Jagat und Dharapani – die ehemaligen Gemeinden Sama, Lho, Prok, Chumchet und Chhekampar – ist seit der Öffnung 1991 Sperrgebiet mit Sonderpermit des Department of Immigration. Es wird pro Woche gerechnet: von September bis November 100 US-Dollar für die ersten sieben Tage und 15 für jeden weiteren, von Dezember bis August 75 und 10. Ein Standard-Circuit ist acht bis zehn Tage im Sperrgebiet (Jagat Tag 2 bis Dharapani Tag 11), also 115 bis 145 Dollar in der Hauptsaison. Trek Mania sagt es ehrlich: Das Paket enthält „sieben Tage“ RAP, die übrigen zahlt man. Wer das Tsum Valley geht, braucht ein zweites RAP für Chhekampar und Chumchet: 40 Dollar für die erste Woche von September bis November, 30 sonst, dann 7 je Tag. MCAP. Das Manaslu Conservation Area Permit des National Trust for Nature Conservation, 3.000 Rupien (rund 22 Dollar) einmalig, gilt für das ganze Schutzgebiet ab Philim; kontrolliert in Namrung. ACAP. Sobald man über den Pass nach Bimthang kommt, ist man im Annapurna-Schutzgebiet: 3.000 Rupien, gestempelt in Dharapani. TIMS. Die Trekkers' Information Management System-Karte, 2.000 Rupien, seit 2023 nur über Agenturen; nicht alle Anbieter nennen sie für Manaslu (Trek Mania, Discover Altitude, World Himalaya, Alpine Club, Swissa tun es), weil das RAP die Registrierung faktisch ersetzt. Dazu kommt bei einigen eine Gemeindeabgabe (Everest Trekking Routes, Himalayas On Foot nennen „Manaslu Rural Municipality Tax“), wenige hundert Rupien. In der Summe: 180 bis 200 Dollar je Person in der Hauptsaison, 145 bis 165 sonst, bei 27 der 32 Pakete enthalten.

Guidepflicht und die Zwei-Personen-Regel

Das RAP wird nicht an Einzelpersonen ausgegeben, sondern an eine registrierte Trekkingagentur für eine Gruppe mit einem lizenzierten Guide, dessen Nummer auf dem Permit steht. Das ist älter als die allgemeine Guidepflicht vom April 2023 und gilt unabhängig davon: Ohne Agentur kein Permit, ohne Permit kein Weg an der Polizei in Jagat vorbei. Deshalb sind alle 32 Produkte hier Pakete, und deshalb kann man den Manaslu nicht wie den Annapurna Circuit mit einem selbst engagierten Guide gehen – er muss über eine Agentur laufen, die für Rettung und Versicherung haftet.

Die zweite Regel war jahrzehntelang die Gruppengröße: mindestens zwei zahlende Reisende je Permit, Guide nicht mitgezählt. Adventure Glacier schreibt sie noch 2026 in die Produktbeschreibung, Himalayas On Foot ebenso, und sieben Pakete verlangen zwei Personen. Anbieterblogs berichten, das Department of Immigration habe am 22. März 2026 (8 Chaitra 2082) beschlossen, in allen dreizehn Sperrgebieten auch Einzelreisende zuzulassen – mit Agentur und Guide wie bisher. Wir konnten das amtlich nicht prüfen; die Behördenseite war nicht erreichbar. In der Praxis hieß das früher: Wer allein kam, zahlte ein zweites „Geisterpermit“ für eine Person, die nicht mitging, rund 100 Dollar. 25 der 32 Pakete nehmen heute Einzelreisende mit Zuschlag; ob dahinter die neue Regel oder das alte Geisterpermit steht, sagt keiner. Fragen Sie vor der Buchung, was Sie allein zahlen – Magical Nepal nennt 1.349 statt 1.081, Sole Encounters 2.069 statt 1.950.

Der Weg am Fels über dem Budhi Gandaki bei Jagat, mit Brücke
Hinter Jagat beginnt das Sperrgebiet. Der Polizeiposten am Dorfeingang stempelt das Permit; ohne Guide geht hier niemand weiter.Foto: Jay Ramji from UK, CC BY-SA 2.0

Ablauf und Kontrollposten

WannWasWer und wo
Bei BuchungPassdaten (Name, Nummer, Gültigkeit, Nationalität) an den AnbieterSole Encounters, Trekking Planner, Adventure Glacier verlangen sie sofort
Tag vor dem TrekOriginalpass mit Visum, zwei Passfotos, Versicherungsnachweis abgeben; BriefingAgentur beantragt RAP beim Department of Immigration, Kalikasthan, Kathmandu; Sonntag bis Freitag, ein Werktag
Am Abend davorPermits zurück, Gepäck in den Duffel, Schlafsack prüfenSole Encounters, FLY-artige Briefings um 17 Uhr; Trek & Adventure kassiert hier die Permits bar
Jagat, Tag 2Polizeiposten prüft RAP und PassEintritt Sperrgebiet; Datum wird gestempelt, die Woche läuft
Namrung, Tag 4MCAP-BüroStempel; hier beginnt das obere Nubri
Samagaon / SamdoArmee- und PolizeipostenGelegentliche Kontrolle; Tibetgrenze ist gesperrt
Dharapani, Tag 11–12Ausstieg aus dem Sperrgebiet, ACAP-BüroLetzter Stempel; Tage im Sperrgebiet werden gezählt, Nachzahlung bei Überschreitung

Ablauf nach den Anbieterhinweisen (Sole Encounters, Trek & Adventure, Himalayan Leisure) und der Praxis 2025/26; Öffnungszeiten der Behörde ohne amtlichen Beleg.

Die fünf Fehler, die das Permit kosten

Samstag in Kathmandu ankommen. Die Behörde hat samstags zu; das Permit gibt es frühestens am Sonntag, der Trek beginnt am Montag. Pakete mit Ankunftstag am Freitag oder Samstag verlieren einen Tag. Pass im Hotelsafe. Die Agentur braucht das Original, nicht die Kopie – Sole Encounters und Himalayan Leisure ziehen ihn am Permit-Tag ein und geben ihn abends zurück. Visum zu kurz. Ein 15-Tage-Visum reicht für einen Zwölftäger mit zwei Hotelnächten knapp; bei 14 bis 19 Tagen braucht man das 30-Tage-Visum für 50 Dollar, und die Verlängerung in Kathmandu kostet Zeit. Tage im Sperrgebiet falsch gezählt. Das RAP läuft ab dem Stempel in Jagat; wer wegen Schnee einen Tag in Samdo wartet, zahlt bei Ausstieg 15 Dollar nach – oder der Guide zahlt, und man erstattet es ihm. Kein Foto dabei. Zwei Passfotos je Permit, in Thamel in zehn Minuten zu bekommen, aber nicht in Machha Khola.

Fragen zu Permits und Guide

Kann ich das Permit selbst beantragen?

Nein. Das Restricted Area Permit gibt das Department of Immigration nur an registrierte Trekkingagenturen aus, mit einem lizenzierten Guide auf dem Antrag. Das ist der Unterschied zum Annapurna Circuit, wo man ACAP und TIMS selbst holen kann.

Was ist, wenn ich allein reise?

25 der 32 Pakete nehmen Einzelreisende, meist mit Zuschlag von 200 bis 300 Dollar. Ob das über die neue Regel vom März 2026 oder über ein zweites, bezahltes Permit läuft, ist Sache der Agentur – fragen Sie, was im Aufpreis steckt. Sieben Anbieter verlangen zwei Personen; dort kann man sich einer offenen Gruppe anschließen, wenn eine existiert.

Zählt das Tsum Valley extra?

Ja: eigenes RAP für die Gemeinden Chhekampar und Chumchet, in der Hauptsaison 40 Dollar für die erste Woche, danach 7 je Tag, und die Tage im Tsum zählen nicht für das Manaslu-RAP. Die drei Tsum-Pakete (Trekking Planner, Great Adventure, Accessible Adventure) enthalten beide.

Ist der Guide auch Träger?

Nein. Der Guide führt, trägt seinen eigenen Rucksack und die Papiere. Wer Gepäck abgeben will, braucht einen Träger (einer je zwei Gäste, 20 bis 25 Kilo), den 17 Pakete stellen und 15 nicht. Ein „Guide-Porter“, der beides macht, ist am Manaslu nicht üblich und im Sperrgebiet nicht erlaubt.

Quellen und Prüfstand

6 Quellen anzeigen
  1. www.immigration.gov.np/page/trekking-route-and-permit-fee – Department of Immigration Nepal: Gebührentabelle der Sperrgebiete (Seite am 25.09.2026 nicht abrufbar, Zertifikatsfehler) (abgerufen am 25.09.2026)
  2. theeverestholiday.com/blog/manaslu-solo-trekking-permit-2026 – Anbieterblog: Entscheidung vom 22.3.2026 (8 Chaitra 2082) zu Einzelreisenden, Agentur- und Guidepflicht, Gebühren je Saison (Sekundärquelle) (abgerufen am 25.09.2026)
  3. himalayanadventuretreks.com/manaslu-circuit-trek-permit-cost-2026/ – Anbieterseite: RAP 100/75 USD je Woche plus 15/10 je Tag, MCAP 3.000 NPR (Sekundärquelle) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. www.nepaldatabase.com/nepal-restricted-area-trekking-permits-2026-must – Nepal Database: Sperrgebietsregeln, Zwei-Personen-Regel (Stand 2025), TIMS (Sekundärquelle) (abgerufen am 25.09.2026)
  5. www.viator.com/tours/Kathmandu/Manaslu-Circuit-Trek-13-Days/d5109-1622 – Trek Mania: RAP „nur sieben Tage“ im Paket (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  6. www.viator.com/tours/Kathmandu/Private-Manaslu-Circuit-Trek-at-Himalay – Himalayas On Foot: „mindestens zwei Personen“ und Gemeindeabgabe (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)