- Manaslu12–14 Tage · Larke La 5.106 m · keine Straße zwischen Jagat und Dharapani · Sperrgebiet mit Agentur- und Guidepflicht · einfache Lodges, Steinlager vor dem Pass · 1.000–1.900 USD im Paket · ein Drittel der Leute
- Annapurna8–14 Tage · Thorong La 5.416 m · Straße bis Manang und ab Muktinath, Jeep-Einstiege überall · Guidepflicht seit 2023, Permits selbst holbar · gute Lodges, Bäckereien, WLAN · 590–2.400 USD im Paket · Tilicho-See, Poon Hill als Zugaben
- Wer Manaslu nimmtWer den Annapurna schon kennt oder die Straße nicht will; wer Kultur und Stille über Komfort stellt; wer vierzehn Tage hat und zwei Ruhetage einplant
- Wer Annapurna nimmtWer zum ersten Mal über 5.000 Meter geht; wer flexibel abkürzen will; wer den Tilicho-See oder Poon Hill mitnehmen will; wer weniger als zwölf Tage hat
- BeideManaslu zuerst, in Dharapani nicht in den Jeep, sondern weiter nach Manang und über den Thorong La: 18–22 Tage, ein Permit-Satz für beide Schutzgebiete, dieselbe Agentur
Landschaft: eine Schlucht und ein Tal gegen fünf Klimazonen
Der Manaslu ist ein Tal: fünf Tage im Budhi Gandaki, erst Reisterrassen und Bananen, dann eine Schlucht mit Hängebrücken und Hangwegen, die Alpine Club of Himalaya „nicht für Leute mit Höhenangst“ nennt, dann ab Namrung das tibetische Nubri mit Mani-Mauern, Klöstern und dem Achttausender im Talschluss. Der Pass ist einer, und danach ein Tag hinab. Der Annapurna ist breiter: Marsyangdi-Tal, Manang mit seinen Bäckereien und dem Tilicho-See als Abstecher, der Thorong La als höchster Trekkingpass Nepals, dann die Wüste von Mustang, Muktinath, die Straße nach Jomsom und, wenn man will, Tatopani und Poon Hill. Wer Vielfalt sucht, findet sie am Annapurna; wer ein Tal ganz kennenlernen will, am Manaslu. Der Berg selbst: Der Manaslu steht ab Lho für drei Tage vor einem, der Annapurna I ist vom Circuit aus kaum zu sehen – dafür Annapurna II, III, IV, Gangapurna und Dhaulagiri.
Straße und Menge: der Grund, warum die meisten wechseln
Am Annapurna Circuit fährt die Piste seit Jahren bis Manang, und ab Muktinath ist der Rest bis Jomsom Straße; die Pakete steigen deshalb in Chame oder Dharapani in den Jeep und gehen sechs bis acht Tage statt zwanzig. Wer läuft, teilt den Weg mit Jeeps, Staub und Motorrädern. Am Manaslu endet die Straße in Machha Khola oder Jagat, und zwischen Jagat und Dharapani gibt es keine – neun Tage Fußweg ohne Motor, nur Maultiere. Die Menge: In der Hauptsaison gehen mehrere hundert Leute am Tag über den Thorong La und ein paar Dutzend über den Larke La; die Lodges am Manaslu sind kleiner, einfacher und im Oktober trotzdem voll, weil es so wenige gibt. Dharmasala vor dem Pass hat zwei Steinhütten mit Schlafsälen und Zelte; Thorong Phedi hat Lodges mit Zimmern und ein High Camp darüber. Wer Komfort will, nimmt den Annapurna; wer den Grund für den Trek in der Abwesenheit von Straße sieht, den Manaslu – solange die Straße noch nicht in Jagat ist, was sie in wenigen Jahren sein wird.

