Zum Inhalt
Trail&Pass
Verschneite Hochfläche auf dem Weg zum Larke La

Manaslu Circuit · Vergleich

Manaslu oder Annapurna Circuit: der stille Pass oder der große

Die beiden Rundtouren teilen sich einen Ort: Dharapani, wo der Manaslu Circuit endet und der Annapurna Circuit seine Jeeps parkt. Sonst teilen sie wenig. Der Annapurna ist der ältere, bekanntere, bequemere Trek mit dem höheren Pass, der Straße bis Manang und der Bäckerei in jedem Dorf; der Manaslu ist der jüngere, teurere, leerere mit dem Sperrgebiet, dem tibetischen Tal und dem Lager aus Steinhütten vor dem Pass. Hier steht der Vergleich nach dem, was zählt – Tage, Höhe, Straße, Menge, Regeln, Preis – und der Plan für beide hintereinander.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 26.09.2026Foto: Nabin K. Sapkota, CC BY-SA 4.0
Kurz gesagt
  • Manaslu12–14 Tage · Larke La 5.106 m · keine Straße zwischen Jagat und Dharapani · Sperrgebiet mit Agentur- und Guidepflicht · einfache Lodges, Steinlager vor dem Pass · 1.000–1.900 USD im Paket · ein Drittel der Leute
  • Annapurna8–14 Tage · Thorong La 5.416 m · Straße bis Manang und ab Muktinath, Jeep-Einstiege überall · Guidepflicht seit 2023, Permits selbst holbar · gute Lodges, Bäckereien, WLAN · 590–2.400 USD im Paket · Tilicho-See, Poon Hill als Zugaben
  • Wer Manaslu nimmtWer den Annapurna schon kennt oder die Straße nicht will; wer Kultur und Stille über Komfort stellt; wer vierzehn Tage hat und zwei Ruhetage einplant
  • Wer Annapurna nimmtWer zum ersten Mal über 5.000 Meter geht; wer flexibel abkürzen will; wer den Tilicho-See oder Poon Hill mitnehmen will; wer weniger als zwölf Tage hat
  • BeideManaslu zuerst, in Dharapani nicht in den Jeep, sondern weiter nach Manang und über den Thorong La: 18–22 Tage, ein Permit-Satz für beide Schutzgebiete, dieselbe Agentur

Landschaft: eine Schlucht und ein Tal gegen fünf Klimazonen

Der Manaslu ist ein Tal: fünf Tage im Budhi Gandaki, erst Reisterrassen und Bananen, dann eine Schlucht mit Hängebrücken und Hangwegen, die Alpine Club of Himalaya „nicht für Leute mit Höhenangst“ nennt, dann ab Namrung das tibetische Nubri mit Mani-Mauern, Klöstern und dem Achttausender im Talschluss. Der Pass ist einer, und danach ein Tag hinab. Der Annapurna ist breiter: Marsyangdi-Tal, Manang mit seinen Bäckereien und dem Tilicho-See als Abstecher, der Thorong La als höchster Trekkingpass Nepals, dann die Wüste von Mustang, Muktinath, die Straße nach Jomsom und, wenn man will, Tatopani und Poon Hill. Wer Vielfalt sucht, findet sie am Annapurna; wer ein Tal ganz kennenlernen will, am Manaslu. Der Berg selbst: Der Manaslu steht ab Lho für drei Tage vor einem, der Annapurna I ist vom Circuit aus kaum zu sehen – dafür Annapurna II, III, IV, Gangapurna und Dhaulagiri.

Straße und Menge: der Grund, warum die meisten wechseln

Am Annapurna Circuit fährt die Piste seit Jahren bis Manang, und ab Muktinath ist der Rest bis Jomsom Straße; die Pakete steigen deshalb in Chame oder Dharapani in den Jeep und gehen sechs bis acht Tage statt zwanzig. Wer läuft, teilt den Weg mit Jeeps, Staub und Motorrädern. Am Manaslu endet die Straße in Machha Khola oder Jagat, und zwischen Jagat und Dharapani gibt es keine – neun Tage Fußweg ohne Motor, nur Maultiere. Die Menge: In der Hauptsaison gehen mehrere hundert Leute am Tag über den Thorong La und ein paar Dutzend über den Larke La; die Lodges am Manaslu sind kleiner, einfacher und im Oktober trotzdem voll, weil es so wenige gibt. Dharmasala vor dem Pass hat zwei Steinhütten mit Schlafsälen und Zelte; Thorong Phedi hat Lodges mit Zimmern und ein High Camp darüber. Wer Komfort will, nimmt den Annapurna; wer den Grund für den Trek in der Abwesenheit von Straße sieht, den Manaslu – solange die Straße noch nicht in Jagat ist, was sie in wenigen Jahren sein wird.

Das weite Hochtal des Budhi Gandaki oberhalb von Samdo
Das Hochtal oberhalb von Samdo: kein Jeep, kein Motorrad, nur Yaks. Am Annapurna ist das seit der Straße nach Manang vorbei.Foto: Sangyam adventurer, CC BY-SA 4.0

Die beiden Rundtouren nebeneinander

Manaslu CircuitAnnapurna Circuit
Tage ab Kathmandu10–19 (Standard 12–14); mit Tsum 21–258–22 (Standard 10–14); mit Tilicho und Poon Hill länger
PassLarke La 5.106 m, ein Passtag von 9–10 hThorong La 5.416 m, ein Passtag von 8–10 h
Straße im Trekkeine zwischen Jagat und Dharapanibis Manang und ab Muktinath; Jeep-Einstiege Besisahar, Dharapani, Chame
AnreiseBus 8–10 h nach Machha Khola, PisteBus 6–8 h nach Besisahar, Jeep weiter
PermitsRAP 100–145 USD (Sept–Nov), MCAP, ACAP, TIMS ≈ 190 USDACAP und TIMS ≈ 40 USD
GuidePflicht, nur über registrierte AgenturPflicht seit 2023, auch selbst engagiert möglich
Alleinbis März 2026 zwei Personen Pflicht; Zuschlag bei 25 Paketenab 1 Person bei den meisten Paketen
Lodgeseinfach, Schlafsaal oder Zelt in Dharmasala, Dusche bis Samagaongut, Zimmer auch im High Camp, Bäckereien, WLAN
ZugabenTsum Valley, Manaslu-Basislager, Pungyen GompaTilicho-See, Poon Hill, Tatopani, Muktinath
Listenpreis750–2.560 USD; Vollpension ab 999590–2.400 USD; Vollpension ab 700
Ganze Rechnung≈ 1.350–1.950 € je Person≈ 1.000–1.700 € je Person
Beste ZeitOktober–November, März–MaiOktober–November, März–Mai; Pass im Winter länger offen

Zahlen aus unseren beiden Vergleichen, Stand 25. September 2026.

Beide in drei Wochen: der Manaslu als Auftakt

Die Geografie hilft: Der Manaslu Circuit endet in Dharapani, und Dharapani ist der Ort, an dem die Annapurna-Pakete aus dem Jeep steigen. Wer beide will, geht zuerst den Manaslu (die Akklimatisierung aus dem Budhi-Gandaki-Tal nimmt man mit), steigt in Dharapani nicht ins Auto, sondern geht weiter nach Chame, Pisang, Manang, nimmt dort den Ruhetag oder den Tilicho-See und geht über den Thorong La nach Muktinath: 18 bis 22 Tage zu Fuß, ein Permit-Satz (ACAP hat man für Manaslu ohnehin), dieselbe Agentur und derselbe Guide. Bei Viator gibt es dafür Kombiprodukte, die wir nicht verglichen haben; einfacher ist, den Manaslu bei einem Anbieter zu buchen, der auch den Annapurna anbietet (Everest Trekking Routes, Trekking Planner, Outfitter Nepal, Great Adventure tun es), und den Anschluss anzufragen. Umgekehrt – Annapurna zuerst, dann Manaslu – geht nicht, weil man den Manaslu nicht von Dharapani aus gegen die Richtung gehen sollte.

Fragen zum Vergleich

Welcher ist schwerer?

Der Manaslu, aus drei Gründen: längere Tage in der Schlucht mit vielen Gegenanstiegen, einfachere Lodges und ein Pass, der zwar 300 Meter niedriger ist als der Thorong La, aber aus einem kälteren Lager heraus mit steilerem, oft vereistem Abstieg. Der Thorong La ist höher, aber von Thorong Phedi und dem High Camp aus besser vorbereitet.

Welcher ist schöner?

Wer den Berg will, nimmt den Manaslu: Er steht ab Lho drei Tage lang vor einem. Wer die Vielfalt will – Tal, Wüste, See, Pass, Tempel –, nimmt den Annapurna. Die meisten, die beide gegangen sind, nennen den Manaslu als den stilleren und den Annapurna als den abwechslungsreicheren, und keinen als den schöneren.

Welcher für das erste Mal über 5.000 Meter?

Der Annapurna: bessere Lodges, mehr Ruhetag-Optionen in Manang, Jeep als Rückzug, wenn es nicht geht, und ein Pass mit High Camp. Der Manaslu ist die Steigerung danach – oder für Leute, die aus den Alpen Höhe und einfache Hütten kennen.

Kann ich am Manaslu abkürzen wie am Annapurna?

Kaum. Am Annapurna steigt man in Chame in den Jeep oder fliegt von Jomsom; am Manaslu gibt es zwischen Jagat und Dharapani keine Straße und keinen Flugplatz. Wer aufhören muss, geht zurück oder wartet auf den Hubschrauber – deshalb die Versicherung.

Quellen und Prüfstand

4 Quellen anzeigen
  1. trailandpass.com/de/touren/annapurna-circuit/ – Annapurna Circuit: unser Vergleich der 21 Pakete (Preise, Tage, Straße, Tilicho) (abgerufen am 25.09.2026)
  2. trailandpass.com/de/touren/manaslu-circuit/ – Manaslu Circuit: unser Vergleich der 32 Pakete (abgerufen am 25.09.2026)
  3. www.viator.com/tours/Kathmandu/Manaslu-Circuit-Trek/d5109-66861P2 – Magical Nepal: „less busy alternative to the classic Annapurna Circuit“ (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. www.viator.com/tours/Kathmandu/Manaslu-Circuit-Trek-19-DAYS/d5109-7063 – Alpine Club of Himalaya: „harder than most other treks“, Hangwege im Budhi-Gandaki-Tal (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)