- KonditionElf Tage mit 5–8 Stunden, 500–800 Höhenmeter hinauf, mit Tagesrucksack von 5–8 kg; wer 15–20 km mit 800 Höhenmetern an einem Tag geht und am nächsten wieder, reicht
- HöheAb Namche (3.440 m) spürbar, ab Dingboche (4.410 m) entscheidend: sechs Nächte über 4.400 m, zwei über 5.100 m; Kala Patthar 5.545 m
- AkklimatisierungZwei Ruhetage (Namche, Dingboche) mit Aufstieg und Rückkehr – bei 12 von 19 Produkten belegt, bei sechs kein Ablauf in den Daten
- HöhenkrankheitKopfschmerz, Übelkeit, Schlaflosigkeit sind normal; Verwirrung, Atemnot in Ruhe, Gangunsicherheit sind der Abstieg – sofort, mit dem Guide
- VersicherungHelikopterbergung bis 6.000 m Pflicht bei fast allen Anbietern; Ace, Alpine Ramble, Outfitter „organisieren“ die Rettung, bezahlt wird sie von der Versicherung
Der Weg: lang, nicht schwer
Der Trail durch das Khumbu ist der meistbegangene Nepals, breit genug für Yak-Karawanen, mit Steintreppen an den Steilstücken und Hängebrücken über jede Schlucht. Die Tagesetappen liegen zwischen fünf und acht Stunden, die Höhenmeter zwischen 400 (Tengboche–Dingboche) und 800 (Phakding–Namche). Schwer sind zwei Tage: der Basislager-Tag mit sieben bis acht Stunden über Geröll und Gletschermoräne auf über 5.000 Metern, und der Kala-Patthar-Tag, der vor Sonnenaufgang mit 400 Höhenmetern beginnt und mit 1.300 Metern Abstieg nach Pheriche endet. Accessible Adventure gibt die Kilometer je Tag an: 8, 10,5, 6, 10, 11, 4,5, 8, dann 12 und 19 und 18,5 – zusammen rund 130.
Wer zu Hause regelmäßig Bergtouren geht, hat die Kondition. Wer nicht, sollte drei Monate vorher anfangen: lange Wanderungen mit Rucksack, Treppen, zwei Tage hintereinander. Kraft braucht der Trek nicht, Ausdauer schon – und die Fähigkeit, langsam zu gehen, wenn der Guide es sagt.
Die Höhe: was passiert, und was die Anbieter dagegen tun
Auf 5.000 Metern enthält jeder Atemzug halb so viel Sauerstoff wie am Meer. Der Körper braucht Tage, um mehr rote Blutkörperchen zu bilden, und die Route gibt sie ihm: nie mehr als 500 Höhenmeter Schlafhöhe am Tag, zwei Ruhetage mit „hoch gehen, tief schlafen“ – in Namche zum Everest View Hotel (3.880 m), in Dingboche auf den Nangkartshang (5.083 m) oder ins Chhukung-Tal. Trotzdem hat fast jeder ab Dingboche Kopfschmerzen, schläft schlecht und isst weniger. Das ist die milde Höhenkrankheit, und sie ist normal.
Gefährlich wird es, wenn die Symptome nicht nach einer Nacht besser werden oder wenn neue dazukommen: Verwirrung, Torkeln, Husten mit Atemnot in Ruhe. Dann ist der einzige Schritt der Abstieg, sofort, auch nachts, auch 500 Meter. Die Guides kennen das; Scenic, Unique, Accessible und Ace Heli messen mit dem Pulsoximeter, Alpine Ramble und Accessible haben Diamox im Set. Diamox (Acetazolamid) beschleunigt die Anpassung und wird von vielen vorbeugend genommen – das klärt man vorher mit dem Arzt, nicht mit dem Guide. Wer schon einmal höhenkrank war oder über 45 ist, lässt sich vorher untersuchen.

