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Trail&Pass
Trekker auf dem Weg durch die grüne Schlucht des Modi Khola Richtung Deurali

Annapurna Base Camp · Vorbereitung

Annapurna Base Camp Vorbereitung: Treppen statt Geröll, Höhe mit Maß, und ein Schlafsack aus Pokhara

Der Trek ins Sanctuary ist leichter als der zum Everest und schwerer, als die Anbieter schreiben: Es gibt keine Gletscher und keine Nächte über 4.400 Metern, aber Steintreppen mit tausenden Stufen, Tage mit sieben Stunden, eine Schlucht mit Lawinenhang und einen Kessel, in dem es nachts friert. Hier, was der Körper braucht, was die Höhe macht, was die Pakete an Ausrüstung mitbringen – bei siebzehn von neunzehn fast nichts – und was in Pokhara zu leihen ist.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 23.09.2026Foto: Bijay Chaurasia, CC BY-SA 4.0
Kurz gesagt
  • Kondition5–8 Stunden am Tag, 600–1.000 Höhenmeter hinauf und oft ebenso viele hinab; Ulleri 3.000 Stufen, Chhomrong–Sinuwa 400 m hinab und 400 hinauf
  • HöheNur eine bis zwei Nächte über 3.500 m (MBC 3.700, ABC 4.130); Kopfschmerz häufig, ernste Höhenkrankheit selten – die Fünftäger haben das höchste Risiko
  • LawinenDeurali–MBC im Winter und Frühjahr; Guides gehen früh und bei Neuschnee nicht; Januar 2020 tödliche Lawine
  • Ausrüstung vom AnbieterSchlafsack und Daunenjacke nur bei Outfitter und Base Camp Adventure; Stöcke bei CAN; Seesack bei fünf – der Rest kommt aus Pokhara
  • VersicherungTrekking bis 4.500 m mit Helikopterbergung; von Outfitter, Himalayan Recreation, Nepal High als Pflicht genannt

Der Weg: Treppen, Treppen, und eine Schlucht

Die Wege im Annapurna-Gebiet sind gepflasterte Dorfwege, und die Dörfer liegen an Hängen: Das heißt Treppen. Nach Ulleri sind es über 3.000 Stufen am Stück, von Chhomrong hinab zum Chhomrong Khola und hinauf nach Sinuwa noch einmal je 400 Höhenmeter, und der Rückweg vom Basislager bis Bamboo hat 1.800 Meter Abstieg an einem Tag. Wer Knieprobleme hat, braucht Stöcke – CAN stellt sie, alle anderen nicht. Die Schlucht zwischen Sinuwa und Deurali ist der schönste Teil und der nasseste: Bambus, Moos, Wasserfälle, im Monsun Blutegel. Ab Deurali wird es offen, steinig und kalt.

Die Tagesetappen liegen zwischen fünf und sieben Stunden; Ghandruk–Sinuwa bei den Siebentägern sind sieben bis acht. Wer zu Hause regelmäßig sechs Stunden mit 800 Höhenmetern geht und am nächsten Tag wieder kann, hat die Kondition. Kraft braucht der Trek nicht, Knie schon.

Die Höhe: 4.130 Meter in zwei bis drei Tagen ab Chhomrong

Von Chhomrong auf 2.170 Metern bis zum Basislager auf 4.130 sind es bei den meisten Programmen drei Tage mit Nächten in Bamboo oder Dovan (2.300 bis 2.600), Deurali (3.200) und dann oben. Das ist ein vernünftiges Tempo: nie mehr als 1.000 Meter Schlafhöhe am Tag, und nur eine Nacht über 3.500. Kopfschmerz und schlechter Schlaf im Sanctuary sind trotzdem normal; wer sie ernst nimmt, schläft im Machapuchare Base Camp auf 3.700 und geht morgens hinauf. Die Fünf- und Siebentäger kürzen: Holiday Planner schläft in Sinuwa, Deurali, ABC – von 2.340 auf 4.130 in zwei Tagen. Das geht für Fitte, die noch nie höhenkrank waren; wer es nicht weiß, nimmt einen Tag mehr. Kein Produkt nennt ein Oximeter außer Base Camp Adventure; Diamox erwähnt keines.

Gefährlich wird die Höhe, wenn Kopfschmerz nach einer Nacht nicht besser wird oder Verwirrung, Torkeln, Atemnot in Ruhe dazukommen. Dann heißt es hinab – nach Deurali, nach Dovan, zwei Stunden reichen oft. Die Guides kennen das; man muss es ihnen sagen.

Die Lodges von Deurali im wolkenverhangenen Tal des Modi Khola
Deurali, 3.200 Meter: die letzte Lodge im Wald, und dahinter der Hang, den man morgens vor der Sonne quert.Foto: Josep M. Gracia, CC BY-SA 4.0

Lawinen, Blutegel, Erdrutsche: die Risiken nach Jahreszeit

Lawinen: Zwischen Deurali und dem Machapuchare Base Camp quert der Weg Hänge, auf denen im Winter und Frühjahr Lawinen abgehen – im Januar 2020 starben dort Trekker und Guides. ACAP sperrt den Abschnitt zeitweise; die Guides gehen ihn früh am Morgen und bei Neuschnee nicht. Wer von Dezember bis März geht, plant einen Puffertag ein und hört auf den Guide, nicht auf den Zeitplan. Blutegel: Von Juni bis September im Wald zwischen Ghandruk und Deurali; Salz, lange Hosen, Gamaschen. Erdrutsche: Im Monsun auf den Jeep-Straßen, dann läuft man von Nayapul. Kälte: Im Sanctuary von November bis März nachts −5 bis −15 Grad; die Lodges heizen nur den Speisesaal. Versicherung: Eine Police, die Trekking bis 4.500 Meter und Helikopterbergung deckt – Outfitter, Himalayan Recreation und Nepal High verlangen den Nachweis; ein Helikopter aus dem Sanctuary kostet mehrere tausend Dollar.

Packliste: was mit muss, was man leiht

WasWarumWoher
Bergschuhe über den Knöchel, eingelaufenTreppen, Schotter, im Winter Schnee ab Deuralimitbringen – nie leihen
Wanderstöcke1.800 m Abstieg vom Basislager, Treppenmitbringen oder leihen (CAN stellt sie)
Schlafsack bis −10 °CZimmer ungeheizt, Sanctuary −5 bis −15 °COutfitter/Base Camp Adventure leihen; sonst Pokhara, ≈ 1–2 USD/Tag
DaunenjackeAbende im Sanctuary, Morgen am AussichtspunktAnbieter oder Leihe Pokhara
Regenjacke und -hose, PonchoNachmittagsregen im Wald, Monsunmitbringen
Schichtsystem: 2–3 Shirts, Fleece, 2 Hosen, Thermounterwäsche25 °C in Ghandruk, −10 °C obenmitbringen
Mütze, Sonnenhut, Handschuhe, BuffKälte oben, Sonne untenmitbringen
Wollsocken 4 Paar, SandalenLodge-Abende, heiße Quellenmitbringen
2 Liter Wasser, Filter oder TablettenFlaschenwasser 1–3 USD/l; Nirvana legt Tabletten beimitbringen
Stirnlampe, PowerbankPoon Hill vor Sonnenaufgang, Laden kostetmitbringen
Sonnenbrille, Sonnencreme, LippenschutzHöhensonne, Schnee im Sanctuarymitbringen
Reiseapotheke: Ibuprofen, Blasenpflaster, Durchfallmittel, Salz gegen BlutegelKnie, Magen, Monsunmitbringen
Badesachen, kleines HandtuchHeiße Quellen in Jhinu, Duschenmitbringen
Bargeld in Rupien, Pass, Passfotos, VersicherungsnachweisKein Geldautomat nach Chhomrong; Permit-Kontrollein Pokhara abheben

Mit Träger: Seesack bis 15–20 kg plus Tagesrucksack. Ohne Träger (Nirvana, Glorious, Himalayan Recreation, CAN, MDA): alles zusammen unter 10–12 kg – dann Schlafsack leihen, nicht kaufen.

Leihen in Pokhara: Lakeside hat alles

Die Lakeside-Straße in Pokhara ist eine einzige Ausrüstungsmeile: Schlafsäcke bis minus 15, Daunenjacken, Stöcke, Regenponchos, Seesäcke – geliehen für rund einen bis zwei Dollar je Tag und Teil gegen Kaution, gekauft für wenig Geld in lokaler Fertigung. Himalayan Recreation schreibt es ausdrücklich, Nepal Hiking Team beschreibt die Läden in Kathmandu ausführlich. Bei den Paketen ab Kathmandu bleibt dafür der Nachmittag in Pokhara vor dem Trek; bei denen ab Pokhara sollte man einen Tag vorher ankommen. Was man nicht leiht: Schuhe. Was man prüft: Reißverschlüsse und Nähte am Schlafsack, denn im Sanctuary merkt man jede Lücke.

Fragen zur Vorbereitung

Ist der Trek für Anfänger?

Ja, wenn die Kondition für sieben Wandertage reicht und die Knie Treppen vertragen. Es braucht keine Bergerfahrung; die Höhe ist moderat, wenn man drei Tage ab Chhomrong nimmt. Für die erste Nepal-Reise ist er die bessere Wahl als der Everest.

ABC oder Everest Base Camp?

ABC: kürzer, günstiger, tiefer, ohne Flugrisiko, mit Dörfern und Wald, in einem Kessel aus Achttausendern. EBC: höher, länger, kälter, mit Lukla-Flug und dem Namen. Wer Höhe fürchtet oder wenig Zeit hat, geht ins Sanctuary; wer beides will, macht ABC zuerst. Der Vergleich der Anforderungen steht dort.

Kann ich mit Kindern gehen?

Scenic nimmt Kinder ab neun, die anderen machen keine Angabe. Bis Chhomrong oder Poon Hill ist der Trek für sportliche Kinder gut machbar; das Sanctuary mit seiner Höhe und den langen Tagen ist ab etwa zwölf sinnvoll. Ein Träger, der auch mal ein Kind trägt, hilft.

Wie schwer ist der Rucksack?

Mit Träger: fünf bis sieben Kilo am Tag (Wasser, Jacke, Regenzeug, Kamera, Snacks). Ohne Träger: zehn bis zwölf mit Schlafsack – dann leihen statt kaufen, und die Kleidung halbieren. Der Träger nimmt bis 20 Kilo für zwei Gäste.

Quellen und Prüfstand

8 Quellen anzeigen
  1. www.viator.com/tours/Kathmandu/Annapurna-Base-Camp-Trek/d5109-33122P27 – Ace the Himalaya, 13 Tage: Ablauf mit Höhen und Stunden, Leistungen (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  2. www.viator.com/tours/Kathmandu/Annapurna-Base-Camp-Trek/d5109-7649P4 – Outfitter Nepal, 11 Tage: Schlafsackleihe, Träger 20 USD/Tag, Staffel (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  3. www.viator.com/tours/Pokhara/5-Days-Annapurna-Base-Camp-Trek/d22291-32 – Holiday Planner, 5 Tage ab Jhinu: Kilometer je Tag, Träger, Staffel (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. www.viator.com/tours/Pokhara/Annapurna-Base-Camp-Trek-8-days/d22291-55 – Trekking Planner, 8 Tage ab Pokhara: Kilometer je Tag, Deutsch als Guidesprache (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  5. www.viator.com/tours/Kathmandu/Annapurna-Base-Camp-Trek-10-Days/d5109- – Himalayan Recreation, 10 Tage: ohne Mittagessen, 200 USD für anderssprachigen Guide (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  6. www.viator.com/tours/Kathmandu/12-Day-Annapurna-Base-Camp-and-Poon-Hil – Scenic Nepal, 12 Tage mit Flug: vollständige Ausschlussliste, Mindestalter 9 (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  7. ntb.gov.np/ – Nepal Tourism Board: TIMS, Guidepflicht (2023) (abgerufen am 25.09.2026)
  8. ntnc.org.np/project/annapurna-conservation-area-project – National Trust for Nature Conservation: Annapurna Conservation Area Project, Eintritt (abgerufen am 25.09.2026)