- Selbstgeführt (6)Tangol Classic, Tangol Express, Tangol O, Bamba, Say Hueque, Ecotours: Betten, Vollpension, Bus, teils Eintritt und Katamaran – man geht allein mit Karte und Voucher
- Geführt (3)Howlanders (3 Tage, Sternform ab Camp Pehoé), W Circuit Patagonia (2 Tage, Base Torres und Aussichtspunkte), Tusker (10 Tage O plus W, Guide nur im Ablauf genannt)
- Wann PflichtMai bis September verlangt CONAF einen zertifizierten Guide; in der Saison Oktober bis April nicht
- Was der Guide ändertTempo und Gruppe, Wetterentscheidungen, kein Rucksack (Sternform), Erklärungen – nicht die Betten, nicht den Weg
- PreisGeführt ab 565 USD für zwei Tage, 1.567 für drei; selbstgeführt ab 1.730 für vier Tage im Park – der Unterschied sind die Nächte im Park, nicht der Guide
Was ein selbstgeführtes Paket wirklich organisiert
Ein selbstgeführtes W-Paket ist eine Kette von Reservierungen mit einem Fahrplan. Man bekommt am Vortag oder am Morgen Voucher und Karte – Bamba und Say Hueque bestehen auf einem Briefing im Büro –, nimmt um sieben den Linienbus zum Eingang Laguna Amarga, registriert sich bei CONAF, zeigt das Ticket und sieht das Video zu den Parkregeln. Ab dann läuft man: zum ersten Refugio, wo die Reservierung liegt, abends zum Essen, morgens zum Frühstück und zum Lunchpaket. Ecotours formuliert es genau: „Sie gehen jeden Abschnitt selbstständig mit Ihrem Rucksack, und Sie werden an jedem Platz mit ausgerüstetem Zeltplatz erwartet.“
Was das Paket enthält, unterscheidet sich im Detail, und die Details kosten: Say Hueque und Ecotours haben den Parkeintritt drin, die anderen nicht. Vier Pakete haben den Katamaran, Tangol Classic nennt ihn „Option“, Bamba nur im Titel. Drei Camping-Optionen stellen Zelt, Schlafsack und Matte am Platz, sodass man nur Kleidung trägt; bei Tangol steht das nirgends. Träger gibt es in keinem Paket. Was alle haben: Vollpension in den Refugios, Bus ab Puerto Natales, die Betten in der richtigen Reihenfolge.
Was man selbst tut: den Weg finden (markiert, aber lang), das Wetter lesen, den Katamaran um 18:30 erreichen, den Rucksack tragen. Bamba nennt „moderat bis hoch“ als Fitnessstufe, Say Hueque „mittel bis hoch“, Ecotours „hoch“. Seit 2016 darf auf den Zeltplätzen nur noch in den dafür vorgesehenen Unterständen gekocht werden; in manchen Refugios ist der Strom nachts von 23 bis 7 Uhr aus, Handynetz und WLAN gibt es im Park nicht (Bamba).
Was ein Guide dazulegt – und was nicht
Die drei geführten Pakete sind drei verschiedene Dinge. Howlanders geht das W als Sternform: zwei Nächte im selben Camp am Lago Pehoé, jeden Morgen mit Minibus und Katamaran zum Einstieg, Base Torres, Valle del Francés, Mirador Grey als Tagestouren mit Guide und Gruppe bis 15, abends zurück ins Camp. Man trägt nur den Tagesrucksack, sieht alle drei Täler, schläft aber nie im Park. W Circuit Patagonia ist zwei Tage: Base Torres mit Guide, eine Nacht im Camp Pehoé, dann Mirador Cóndor, die Felsmalereien am Aonikenk-Weg und der Mirador Cuernos – kein W, aber der Einstieg für Leute mit wenig Zeit, und das einzige Paket mit Erstattung bis sechs Tage vorher. Tusker ist die geführte Zehn-Tage-Runde für 8.600 Dollar mit Hotels und Bootsfahrt; die Leistungsliste nennt allerdings nur Mahlzeiten, der Guide steht in der Beschreibung – deshalb mit Vorbehalt.
Was ein Guide auf dem W ändert: Er entscheidet bei Wind und Schnee, ob man ins Valle del Francés geht oder umkehrt; er hält das Tempo einer Gruppe; er erklärt Lengawald, Guanakos, Kondore und die Geschichte der Estancias; in der Sternform nimmt er einem den Rucksack ab, weil man ihn gar nicht braucht. Was er nicht ändert: den Weg, die Betten, den Katamaran. Und er kostet weniger, als man denkt – Howlanders mit Guide, Camp, Vollpension und Katamaran liegt bei 1.567 Dollar, unter jedem selbstgeführten Paket, weil die Nächte außerhalb der Refugios billiger sind.

