- Vinicunca5.036 m · 3,5 km und 1,5–2 h Aufstieg, 350–450 Höhenmeter · das bekannte Streifenfoto · Valle Rojo nebenan · Eintritt 30 Soles · 8–11 Uhr voll · 25–120 USD Gruppe
- Palccoyo4.900 m · 1,5 km und 40 min fast flach, 100 Höhenmeter · drei Kämme, Steinwald, Ausangate am Horizont · Eintritt 20 Soles · fast leer · 45–65 USD Gruppe, 199 privat
- Wer Vinicunca nimmtAlle, die das Foto wollen, fit und akklimatisiert sind, den Aufstieg als Ziel sehen; wer das Valle Rojo will
- Wer Palccoyo nimmtFamilien mit Kindern, ältere Reisende, alle mit Höhenerfahrung schlechter Art, alle, die im Januar in Cusco sind, alle, denen die Menge den Berg verdirbt
- BeideAn zwei Tagen möglich (je 10–12 Stunden); Chullos hat „Rainbow Mountain und Palccoyo“ privat als Kombination an einem Tag, 16 Stunden, nicht im Vergleich
Farben und Blick: ein Berg oder drei
Der Vinicunca ist ein einzelner Hang, der von einem Grat aus gesehen wird: sieben Streifen von Rot über Ocker bis Türkis, schräg gestellt, in der Morgensonne so kräftig, dass die Fotos wie bearbeitet aussehen (und viele sind es). Man steht davor, nicht darauf; hinter sich hat man, wenn es klar ist, den Ausangate mit Gletscher. Palccoyo ist eine Landschaft: drei gestreifte Kämme in einem weiten Talkessel, dazwischen grüne Weiden mit Alpakas, darüber der Steinwald aus grauen Zacken, am Horizont der Ausangate. Die Streifen sind blasser – mehr Rosa und Beige als Rot und Türkis –, aber man sieht sie von mehreren Seiten und geht zwischen ihnen hindurch. Wer die eine Postkarte will, braucht den Vinicunca. Wer einen Vormittag in bunten Bergen will, ist in Palccoyo besser.
Weg und Höhe: zwei Stunden oder vierzig Minuten
Am Vinicunca beginnt der Weg auf 4.600 bis 4.800 Metern und steigt 350 bis 450 Meter auf einem breiten Karrenweg, die letzten 500 Meter steil, zum Grat auf 5.036. Anderthalb bis zwei Stunden hinauf, eine hinab, mit Pferden für die, die nicht können (80 bis 120 Soles). Das ist auf Meereshöhe ein Spaziergang und auf 5.000 Metern für viele die Grenze. Palccoyo beginnt am Parkplatz auf 4.800 Metern und geht 1,5 Kilometer fast flach zum Aussichtspunkt auf 4.900, 40 bis 50 Minuten mit Fotopausen; Into Peru schreibt „so viele Pausen, wie man braucht“, Palcoyo Tours nimmt Kinder ab drei Jahren mit. Der Höhenunterschied zum Vinicunca ist nur 140 Meter – die Höhe selbst ist dieselbe, und Kopfschmerzen gibt es auch hier. Der Unterschied ist die Anstrengung: Wer ohne Aufstieg auf 4.900 Metern steht, bemerkt die Höhe; wer 400 Meter hinaufgeht, leidet unter ihr. Die Piste nach Palccoyo ist die schlechtere: Into Peru warnt vor einer Stunde Holperstrecke je Richtung, exploor fährt deshalb mit umgebautem Wagen.

