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Trail&Pass
Gosainkunda, 4.380 Meter, im ersten Schnee

Langtang Valley · Erweiterung

Gosainkunda und Helambu: wenn das Tal nicht reicht – die Seen, der Pass und der Weg zu Fuß nach Kathmandu

Wer vom Langtang-Tal nicht in den Bus steigen will, hat eine Alternative: Von Lama Hotel zweigt der Weg nach Thulo Syabru ab, steigt durch Wald zum Kloster Sing Gompa und über die Almen von Lauribina zu den Seen von Gosainkunda auf 4.380 Metern – für Hindus und Buddhisten heilig, im August Ziel tausender Pilger, sonst still und oft gefroren. Dahinter liegt der Lauribina La auf 4.610 Metern, der einzige Pass der Region, und dann geht es sechs bis acht Tage über die Kämme von Helambu hinab bis Sundarijal, wo die Stadt beginnt. Das macht aus dem Tal eine Runde von zwei Wochen mit einem Pass, zwei Nächten über 4.000 Metern und einem Ende zu Fuß am Stadtrand von Kathmandu. Bei Viator bietet das mit Ablauf nur Peregrine an; drei weitere Pakete nennen Gosainkunda, ohne zu sagen, wie.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 26.09.2026Foto: Nishan Pandit, CC BY-SA 4.0
Die Erweiterung auf einen Blick
  • WegLama Hotel → Thulo Syabru 2.230 m → Sing Gompa 3.250 → Gosainkunda 4.380 → Lauribina La 4.610 → Ghopte 3.450 → Tharepati 3.640 → Kutumsang 2.470 → Chisapani 2.215 → Sundarijal 1.460 = 7–8 Tage zusätzlich
  • HöheZwei Nächte über 4.000 Metern (Gosainkunda), ein Passtag von sieben Stunden mit 230 Metern hinauf und 1.160 hinab – anspruchsvoller als alles im Tal
  • PaketeGanze Runde mit Ablauf: Peregrine 16 Tage (1.700 USD zu zweit, 1.900 allein) · nur Gosainkunda ab Dhunche: Mountain Hike Nepal 6 Tage (597 zu zweit) · Gosainkunda ohne Ablauf: Hiking Adventure Treks 7 Tage (700), Trek Mania 13 Tage (699, nur Guide und Permits), Unique Path (Beschreibung)
  • PermitDasselbe Nationalpark-Permit wie im Tal (3.000 Rupien) plus TIMS; ab Sundarijal zusätzlich der Shivapuri-Nationalpark. Guidepflicht wie überall
  • WannOktober und November, März bis Mai; im Winter ist der Pass oft verschneit und Gosainkunda gefroren; im August das Janai-Purnima-Fest mit tausenden Pilgern

Warum man abzweigt: Runde statt Rückweg

Der Langtang-Trek geht denselben Weg zurück, und die Rückfahrt im Bus dauert einen Tag. Die Erweiterung ersetzt beides: Statt von Lama Hotel nach Syabrubesi abzusteigen, steigt man auf den Kamm nach Thulo Syabru, einem Tamang-Dorf mit Blick über beide Täler, und läuft von dort nach Süden, bis der Weg in Sundarijal an der Wasserleitung von Kathmandu endet – eine Stunde Taxi vom Hotel. Dazwischen liegen drei Landschaften: der Wald bis Sing Gompa mit seiner kleinen Käserei, die Hochfläche von Lauribina mit den Seen und dem Blick auf Manaslu, Ganesh Himal und Langtang, und die Kämme von Helambu, einer Region der Hyolmo-Sherpa mit Klöstern, Rhododendronwäldern und Dörfern, die vom Tourismus wenig gesehen haben. Der Preis ist die Höhe: Gosainkunda liegt auf 4.380 Metern, höher als Kyanjin, und wer aus dem Tal kommt, ist zwar akklimatisiert, schläft aber zwei Nächte über 4.000. Der Lauribina La (4.610 m) ist kein technischer Pass, aber ein langer Tag – sieben Stunden, an drei Seen vorbei hinauf und 1.100 Meter hinab bis Ghopte. Danach wird es leichter, wenn auch nicht flach: Helambu ist ein Auf und Ab über Kämme zwischen 2.200 und 3.600 Metern.

Gosainkunda: der See, den Shiva mit dem Dreizack schlug

Der Legende nach stieß Shiva seinen Dreizack in den Berg, um Wasser gegen das Gift zu finden, das er beim Quirlen des Milchozeans getrunken hatte; so entstand Gosainkunda, und ein Fels im See gilt als sein Kopf. Tatsächlich ist es ein Dutzend Gletscherseen zwischen 4.100 und 4.600 Metern – Saraswati Kunda, Bhairav Kunda, Gosainkunda als größter, Surya Kunda unter dem Pass –, seit 2007 als Ramsar-Feuchtgebiet geschützt. Zum Vollmond im August (Janai Purnima) kommen tausende hinduistische und buddhistische Pilger aus Nepal und Indien, baden im eiskalten Wasser und wechseln die heilige Schnur; dann sind die Lodges am Ufer überfüllt und die Wege voll. Im Rest des Jahres ist es still: ein halbes Dutzend Lodges am Nordufer, Wind, oft Schnee ab November, das Wasser von Dezember bis März gefroren. Für Trekker ist Gosainkunda vor allem der Ort vor dem Pass – man kommt am Nachmittag an, geht am Abend um den See und bricht am nächsten Morgen früh zum Lauribina La auf. Wer nur die Seen will, kann sie in fünf bis sechs Tagen ab Dhunche erreichen und zurückkehren; Mountain Hike Nepal bietet das an, allerdings ohne Ablauf und mit einem schnellen Aufstieg auf 4.380 Meter.

Einer der Seen unter dem Lauribina La, dahinter die Kette des Langtang Himal
Einer der Seen unter dem Lauribina La, dahinter die Kette des Langtang Himal: die Hochfläche zwischen Gosainkunda und dem Pass.Foto: Mohan K. Duwal, CC BY-SA 4.0

Die Etappen der Erweiterung

TagVon → nachHöheZeitWas zählt
1Lama Hotel → Thulo Syabru2.470 → 2.230 m≈ 5 hOberer Weg über den Kamm; Tamang-Dorf mit Schule, Kloster und Blick auf Langtang Lirung und Ganesh Himal
2Thulo Syabru → Sing Gompa (Chandanbari)2.230 → 3.250 m≈ 5 hSteil über Dursagang zum Kamm, durch Wald zum Kloster; Käserei, Roter-Panda-Wald
3Sing Gompa → Gosainkunda3.250 → 4.380 m≈ 5 hÜber den Kamm von Cholangpati und Lauribina mit Blick auf Manaslu und Langtang; erster Blick auf die Seen
4Gosainkunda → Lauribina La → Ghopte4.380 → 4.610 → 3.450 m≈ 7 hDer Passtag: an drei Seen vorbei zum Pass, dann lang und steinig hinab, Parkposten Bhera Goth, Bambus
5Ghopte → Tharepati → Mangengoth/Kutumsang3.450 → 3.640 → 2.470 m6–7 hDurch Schluchten nach Tharepati mit Blick über Helambu; Abzweig nach Melamchi; hinab durch Rhododendren
6Kutumsang → Chisapani2.470 → 2.215 m5–6 hKammweg über Gul Bhanjyang und Thotung Danda; Panorama von Manaslu bis Everest bei klarer Sicht
7Chisapani → Sundarijal → Kathmandu2.215 → 1.460 m≈ 5 h + 1 h FahrtDurch den Shivapuri-Nationalpark (eigener Eintritt) hinab zur Wasserleitung; Taxi oder Bus in die Stadt

Höhen und Zeiten nach dem Ablauf von Peregrine (16 Tage), gerundet; Peregrine teilt Tag 5 und 6 anders auf (Army Camp, Thotung Danda). Ortsnamen schwanken: Chandanbari = Sing Gompa, Laurebina = Lauribina, Gosaikunda = Gosainkunda.

Die Pakete: eines mit Ablauf, drei mit Andeutung

Peregrine Treks, 16 Tage, 1.700 USD zu zweit, 1.900 allein, 1.300 ab sieben: das einzige Viator-Paket, das die ganze Runde mit Tagesablauf beschreibt – Tal bis Kyanjin mit Ruhetag, zurück nach Lama Hotel, Thulo Syabru, Sing Gompa, Gosainkunda, Lauribina La, Helambu bis Sundarijal. Guide, Träger, Lodges, Vollpension, Permits, TIMS und Transport sind in einer knappen Liste zusammengefasst; die Hotelnacht am ersten Tag steht nur im Ablauf. Bis acht je Buchung, Guide auf Englisch oder Französisch, drei Bewertungen. Mountain Hike Nepal, 6 Tage, 597 zu zweit: nur die Seen, ab Dhunche und zurück, mit Guide, Vollpension, Teehäusern, Permit und öffentlichem Transport – ohne Ablauf und ohne Träger; sechs Tage bis auf 4.380 Meter sind schnell, wer nicht aus dem Langtang-Tal kommt, sollte einen Tag in Sing Gompa einplanen. Hiking Adventure Treks, 7 Tage, 700: „Langtang Gosainkunda“ im Titel, in der Leistungsliste nur Mahlzeiten, kein Ablauf, keine Erstattung – sieben Tage für Tal und Seen wären kaum machbar. Trek Mania, 13 Tage, 699: nur Guide und Permits, alles andere zahlt man selbst; Gosainkunda in der Beschreibung, kein Ablauf. Unique Path „Langtang Panorama“, 10 Tage, 755: Vollpension und Ausrüstung, Gosainkund in der Beschreibung, kein Ablauf. Wer die Runde ernsthaft will, hat also eine Wahl mit Ablauf – oder fragt einen der Tal-Anbieter nach einer Verlängerung, was die meisten Agenturen in Kathmandu anbieten.

Die andere Erweiterung: der Tamang Heritage Trail

Westlich von Syabrubesi liegt eine zweite Ergänzung, die in keinem der 47 Pakete steckt: der Tamang Heritage Trail, ein Rundweg von vier bis sechs Tagen durch die Tamang-Dörfer Gatlang, Tatopani, Nagthali, Thuman und Briddim auf 1.500 bis 3.300 Metern – Steinhäuser mit geschnitzten Fenstern, Klöster, heiße Quellen (die von Tatopani sind seit 2015 versiegt), Homestays statt Lodges und vom Aussichtspunkt Nagthali der Blick auf Langtang Lirung und Ganesh Himal. Der Weg wurde 2004 als Gemeindeprojekt eröffnet und lässt sich vor dem Langtang-Tal gehen, weil er in Syabrubesi beginnt und endet. Bei Viator gibt es dazu zwei Produkte mit jeweils ein oder zwei Bewertungen, die wir deshalb nicht zeigen; die Agenturen in Kathmandu verbinden beides auf Anfrage zu einem Zwölftäger. Für alle, die Dörfer und Kultur wollen und nicht noch einen Pass.

Bemaltes Tamang-Haus mit Blechdach vor den Bergen, Tamang Heritage Trail
Bemaltes Tamang-Haus bei Nagthali auf dem Tamang Heritage Trail: die Dörfer westlich von Syabrubesi, die kein Paket im Vergleich einschließt.Foto: Susmitasatyal, CC BY-SA 4.0

Fragen zur Erweiterung

Kann ich Gosainkunda ohne das Langtang-Tal gehen?

Ja, ab Dhunche in fünf bis sechs Tagen: Dhunche, Sing Gompa, Gosainkunda, zurück – oder weiter über den Pass nach Helambu in acht bis zehn Tagen. Mountain Hike Nepal bietet die kurze Fassung an. Der Aufstieg von Dhunche (1.950 m) auf 4.380 Meter in zwei bis drei Tagen ist schnell; ein Tag in Sing Gompa oder Lauribina hilft.

Wie schwer ist der Lauribina La?

Kein Kletterpass, aber ein langer Tag: von Gosainkunda 230 Meter hinauf an Seen vorbei, dann 1.100 Meter hinab über Geröll und durch Bambus bis Ghopte, sieben Stunden. Im Winter und bis April liegt oft Schnee, dann sind Stöcke und Spikes sinnvoll; bei schlechter Sicht ist die Orientierung auf der Hochfläche schwierig. Nach dem Langtang-Tal ist man akklimatisiert – wer direkt ab Dhunche kommt, nicht.

Was kostet die Erweiterung zusätzlich?

Beim Paket von Peregrine ist sie im Preis; gegenüber einem Achttäger im Tal zahlt man rund 700 bis 1.000 Dollar mehr für acht weitere Tage mit Träger und Vollpension. Wer bei einem Tal-Anbieter verlängert, rechnet mit 80 bis 120 Dollar je Tag für Guide, Träger, Essen und Lodge. Ein zusätzliches Permit braucht es nicht, nur den Eintritt in den Shivapuri-Nationalpark am Ende (Ausländer rund 1.000 Rupien).

Wann ist das Pilgerfest?

Janai Purnima am Vollmond im August (nach dem Hindu-Kalender, meist zweite Augusthälfte). Dann kommen tausende Pilger, die Lodges am See sind überfüllt, und es ist Monsun – für Trekker der falsche Zeitpunkt, für alle, die das Fest sehen wollen, der einzige.

Quellen und Prüfstand

7 Quellen anzeigen
  1. www.viator.com/tours/Kathmandu/Langtang-Gosaikunda-Trek-16-Days/d5109- – Peregrine: 16-Tage-Ablauf mit Höhen und Zeiten, Legende, Lauribina La 4.610 m (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  2. www.viator.com/tours/Kathmandu/Gosaikunda-Lake-Trek-6-Days-From-Kathma – Mountain Hike Nepal: Gosainkunda 4.380 m, Janai Purnima, 6 Tage ab Dhunche (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  3. www.viator.com/tours/Kathmandu/Langtang-Gosainkunda-Trek/d5109-152586P – Hiking Adventure Treks: 7 Tage, Leistungsliste nur Mahlzeiten (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. www.viator.com/tours/Kathmandu/Langtang-Trek-13-Days/d5109-162297P3 – Trek Mania: 13 Tage, Gosainkunda in der Beschreibung (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  5. en.wikipedia.org/wiki/Langtang_National_Park – Wikipedia (Sekundärbeleg): Gosainkunda als Ramsar-Gebiet, Fläche 1.710 km², Gründung 1976 (abgerufen am 25.09.2026)
  6. ntb.gov.np/plan-your-trip/before-you-come/park-entry-fees – Nepal Tourism Board: Eintrittsgebühren der Nationalparks, Langtang und Shivapuri (abgerufen am 25.09.2026)
  7. ntb.gov.np/plan-your-trip/before-you-come/tims-card – Nepal Tourism Board: TIMS und Guidepflicht, Routenliste mit Langtang und Helambu (abgerufen am 25.09.2026)