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Trail&Pass
Gletscherreste am Kraterrand des Kilimandscharo im Licht des Sonnenaufgangs

Kilimandscharo · Reisezeit

Kilimandscharo Reisezeit: zwei Trockenzeiten, eine große Regenzeit, und der Mond

Der Kilimandscharo steht drei Grad südlich des Äquators; Jahreszeiten gibt es nur als Regen und Trockenheit. Januar bis Anfang März und Juni bis Oktober sind die Monate, in denen die meisten gehen: klare Morgen, trockene Wege, volle Camps. April und Mai sind die große Regenzeit, November die kleine. Die Pakete auf Viator laufen das ganze Jahr – zum selben Preis.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 23.09.2026Foto: Roryjm0, CC BY-SA 4.0
Kurz gesagt
  • Beste MonateJanuar, Februar, Anfang März (warm, klar, etwas Schnee oben) · Juli bis Oktober (kühl, trocken, voll)
  • VermeidenApril und Mai: große Regenzeit, Schlamm bis Shira, Schnee ab Barafu, Wolken am Gipfel · November: kleine Regenzeit, kürzer, unberechenbar
  • DazwischenJuni und Dezember: Übergang, oft gut, wenige Gruppen
  • VollmondGipfelnacht ohne Stirnlampe, aber volle Camps – die Anbieter legen Termine darauf
  • PreiseAcht von neun Produkten kosten das ganze Jahr dasselbe; African Trek verlangt samstags 100–200 USD mehr

Das Wetter je Zone: ein Berg, fünf Klimate

Der Berg beginnt in Kaffeeplantagen bei 30 Grad und endet auf Gletschern bei minus 20; dazwischen liegen Regenwald, Heide, Hochwüste und die Gipfelzone. Das Wetter ändert sich mit der Höhe stärker als mit dem Monat: Im Regenwald regnet es in jeder Jahreszeit nachmittags, nur in der Regenzeit auch morgens. Auf dem Shira-Plateau und über 4.000 Metern ist es fast immer trocken und nachts unter null. Am Gipfel liegt in der Trockenzeit Schnee auf dem Schutt, in der Regenzeit Neuschnee bis Barafu – dann wird die Gipfelnacht langsamer und kälter.

Was die Jahreszeit ändert, ist die Sicht. Januar bis März und Juli bis Oktober zeigen den Kibo morgens klar, nachmittags in Wolken; von April bis Mai hängt der Berg tagelang im Nebel, und die Gipfelnacht endet in einer Wolke. Die Erfolgsquote sinkt in der Regenzeit nicht wegen der Nässe, sondern weil weniger Menschen gehen und die Wege leer sind.

Monat für Monat

MonateWetterAndrangEinschätzung
Januar – Februarwarm, trocken, klare Morgen, Schnee am Gipfel möglichhochbeste Zeit neben September
Märzerste Schauer ab Mitte des MonatsmittelAnfang März gut, Ende riskant
April – Maigroße Regenzeit, Schlamm, Schnee ab 4.500 mgeringvermeiden; wer geht, hat den Berg für sich
Junikühl, trocknet ab, wenige Wolkengering bis mittelgute Zeit für ruhige Camps
Juli – Augustkalt, trocken, klarsehr hochHauptsaison, Camps voll
September – Oktobertrocken, etwas wärmer, klarhochbeste Zeit neben Januar
Novemberkleine Regenzeit, kurze Schauergeringunberechenbar, aber machbar
Dezembertrocknet ab, Weihnachten vollmittel bis hochgut ab Mitte Dezember

Erfahrungswerte, keine Wetterstatistik. Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Vollmond: die Gipfelnacht ohne Stirnlampe

Viele Veranstalter legen Gruppentermine so, dass die Gipfelnacht auf den Vollmond fällt: Der Schutthang liegt dann im Licht, die Gletscher leuchten, und die Stirnlampe bleibt aus. Der Preis dafür sind die vollsten Camps des Monats und eine Perlenkette aus Gruppen am Hang. Wer den Mond will, bucht ab Barafu drei bis vier Tage vor dem Vollmond; wer die Ruhe will, geht eine Woche später. Die Viator-Produkte sind Privattouren oder kleine Gruppen mit täglichem Start – der Mond ist eine Frage des Datums, keine Option.

Wie kalt wird es wirklich?

Am Tag im Regenwald 20 bis 30 Grad, auf dem Shira-Plateau 10 bis 20, im Barafu Camp um null. Nachts im Zelt: Shira um den Gefrierpunkt, Barranco und Karanga bis minus fünf, Barafu bis minus zehn. In der Gipfelnacht am Kraterrand minus zehn bis minus zwanzig, mit Wind gefühlt darunter – das ist die Stunde, für die die Daunenjacke, die zwei Handschuhpaare und die Thermosflasche gedacht sind. Juli und August sind die kältesten Monate, Januar und Februar die mildesten; der Unterschied am Gipfel ist kleiner als der Unterschied zwischen einer Nacht mit und ohne Wind.

Fragen zur Reisezeit

Kann ich in der Regenzeit gehen?

Ja, der Park ist offen und die Anbieter gehen. Erwarte Schlamm bis zur Heide, nasse Zelte, Neuschnee am Gipfel und wenig Sicht. Der Vorteil sind leere Camps und dieselben Preise. Gamaschen, Regenhülle für den Seesack und ein zweites Paar Schuhe sind dann Pflicht.

Ist Weihnachten eine gute Zeit?

Wettermäßig ja – die kleine Regenzeit ist meist vorbei, der Januar-Himmel beginnt. Die Camps sind zwischen dem 20. Dezember und Neujahr allerdings so voll wie im August, und Flüge nach Kilimanjaro kosten das Doppelte.

Lässt sich der Kilimandscharo mit einer Safari kombinieren?

Die Anbieter aus Moshi und Arusha bieten alle Anschluss-Safaris in Serengeti und Ngorongoro; ZARA erwähnt das ausdrücklich. Auf Viator sind das eigene Produkte. Reihenfolge: erst Berg, dann Safari – die Beine danken es.

Quellen und Prüfstand

4 Quellen anzeigen
  1. www.tanzaniaparks.go.tz/ – TANAPA: Kilimanjaro-Nationalpark, ganzjährig geöffnet (abgerufen am 25.09.2026)
  2. www.viator.com/tours/Moshi/Mount-Kilimanjaro-Marangu-Route-5-days/d241 – ZARA Tours: Hinweise zu Regen und Schlamm im Regenwald, Gamaschen (abgerufen am 25.09.2026)
  3. www.viator.com/tours/Moshi/Tanzania-Wildlife-Safari-and-kilimanjaro-cl – African Trek: Samstagspreise (2.700–2.800 USD) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. docs.viator.com/partner-api/ – Viator Partner API: Preise ohne Saisonstaffel bei acht von neun Produkten (abgerufen am 25.09.2026)