Zum Inhalt
Trail&Pass
Wanderer auf dem Shira-Plateau zwischen Heide und Lavafelsen

Kilimandscharo · Routen und Etappen

Lemosho, Machame oder Marangu: drei Wege, eine Gipfelnacht

Sieben Routen führen auf den Kilimandscharo, drei davon stehen auf Viator: Lemosho von Westen, Machame von Süden, Marangu von Osten. Lemosho und Machame treffen sich am dritten Tag am Shira-Plateau und teilen ab dort denselben Weg über Lava Tower, Barranco Wall und Barafu. Marangu ist der einzige Weg mit Hütten – und der kürzeste. Hier die Etappen, wie die Anbieter sie beschreiben.

Redaktionell geprüft am 25.09.2026Preisstand 23.09.2026Foto: Stig Nygaard, CC BY 2.0
Die Routen in Zahlen
  • Lemosho≈ 70 km, 7–8 Bergtage, Start Londorossi/Lemosho Gate 2.100–2.360 m, Camps: Mti Mkubwa, Shira 1, Shira 2 (oder Moir), Barranco, Karanga, Barafu (oder Kosovo), Mweka
  • Machame≈ 62 km, 6–7 Bergtage, Start Machame Gate 1.640–1.800 m, Camps: Machame, Shira, Barranco, Karanga, Barafu, Mweka
  • Marangu≈ 70 km, 5–6 Bergtage, Start Marangu Gate 1.860 m, Hütten: Mandara, Horombo, Kibo; Auf- und Abstieg auf demselben Weg
  • GipfelnachtBarafu 4.640 m → Stella Point 5.756 m → Uhuru Peak 5.895 m; Marangu: Kibo Huts 4.700 m → Gilman's Point 5.685 m → Uhuru
  • Höchstes CampKosovo Camp 4.876 m (Climb Kili), sonst Barafu 4.640 m oder Kibo Huts 4.700 m

Der Unterschied liegt in den ersten drei Tagen

Ab dem Shira-Plateau sind Lemosho und Machame dieselbe Route: Lava Tower, Barranco, Karanga, Barafu, Gipfel, Mweka. Was sie unterscheidet, sind die Tage davor. Lemosho beginnt im Westen auf 2.100 Metern, geht zwei Tage durch Wald und Heide und verbringt zwei Nächte auf dem Plateau (Shira 1 und 2) – das ist der Grund für die acht Tage und für die bessere Akklimatisierung; die ersten Tage sind außerdem leer, weil die meisten Gruppen über Machame kommen. Machame beginnt im Süden auf 1.640 Metern, steigt am ersten Tag durch Regenwald nach Machame Camp und am zweiten steil auf das Plateau – ein Tag weniger, zweihundert Meter mehr am Anfang. Sieben Tage sind der Standard; die Sechs-Tage-Variante (African Trek) streicht die Karanga-Nacht und geht von Barranco direkt nach Barafu, was die Gipfelnacht ohne Ruhetag davor bedeutet.

Marangu ist ein anderer Berg: von Osten, in Hütten mit Betten, auf demselben Weg hinauf und hinab, über den Sattel zwischen Mawenzi und Kibo. Fünf Tage sind die Norm und zu kurz – ZARA schreibt selbst, sechs Tage seien für die Akklimatisierung besser. Die Gipfelnacht startet an den Kibo Huts und erreicht den Kraterrand am Gilman's Point, von wo es noch zwei Stunden bis Uhuru sind – länger als von Stella Point.

Tagesabläufe der Produkte

Aus den Viator-Produktdaten, gekürzt. Höhen schwanken zwischen den Anbietern um bis zu 200 Meter (Mti Mkubwa: 2.750 bis 2.980 m); Kilometerangaben sind Anbieterangaben. ZAFS hat keinen Tagesablauf in den Daten; Kilinge und African Trek folgen dem Machame-Schema von Chief's mit einem Tag weniger bei African Trek.

Moosbehangener Bergregenwald am unteren Kilimandscharo
Tag 1 · Machame Gate → Regenwald · ≈ 11 km · 5–7 h

Moos an jedem Ast, Schlamm unter jedem Schritt. Der Berg ist noch nicht zu sehen.

Alle Routen beginnen im Regenwald: Lemosho im Westen ab Londorossi, Machame im Süden, Marangu im Osten. Ein Tag zwischen Baumfarnen, Bartflechten und Colobus-Affen, oft nass, immer schlammig. Die Crew geht voraus, und wer am Abend ins Camp kommt, findet das Zelt aufgebaut und den Tee gekocht – die Träger, Köche und Guides sind der eigentliche Grund, warum ein Kilimandscharo-Paket kostet, was es kostet.

2.800mRegenwald
Was hier unterschiedlich ist✓Crew aus Guide, Koch und Trägern bei allen neun Produkten✕Trinkgeld für die Crew überall extra: 250–300 USD je Person laut Nafika
Wanderer auf dem Shira-Plateau zwischen Heide und Lavafelsen
Tag 2–3 · Shira-Plateau · 5–12 km je Tag

Der Wald hört auf, und der Kibo steht plötzlich da.

Über der Baumgrenze öffnet sich das Shira-Plateau, der Kraterboden des ältesten der drei Vulkane: Heide, Lobelien, Lavafelsen, und im Osten der Kibo mit seiner Eiskappe. Lemosho verbringt hier zwei Nächte (Shira 1 und 2), Machame eine – das ist der Unterschied zwischen acht und sieben Tagen, und der Grund, warum Lemosho als die Route mit der besseren Akklimatisierung gilt.

3.840mShira-Plateau
Was hier unterschiedlich ist◐Lemosho 8 Tage: ZARA, Climb Kili, Habari · Lemosho 7: Nafika · Machame 7: Chief's, ZAFS, Kilinge · Machame 6: African Trek · Marangu 5: ZARA
Regenbogen über der Barranco Wall, unten die Zelte des Barranco Camps
Tag 4 · Lava Tower → Barranco Camp · ≈ 10 km · 6–8 h

Hoch gehen, tief schlafen. Der wichtigste Tag, den keiner mag.

Zum Lava Tower auf 4.630 Metern hinauf, Mittagessen mit Kopfschmerz, dann 700 Meter hinab ins Barranco-Tal zwischen Riesensenecien. Das ist der Akklimatisierungstag, der die Erfolgsquote macht: Der Körper sieht die Höhe, schläft aber darunter. Das Camp liegt unter der Barranco Wall, die am nächsten Morgen zu erklettern ist – steil, aber mit den Händen, nicht mit dem Seil.

4.630mBarranco Camp
Was hier unterschiedlich ist✓Notsauerstoff und Pulsoximeter: Habari, ZAFS, Chief's, Nafika, ZARA Marangu (nur Oximeter) nennen sie
Träger mit Lasten auf dem Kopf an der Barranco Wall
Tag 5 · Barranco Wall · ≈ 5 km · 4–5 h

Zwanzig Kilo auf dem Kopf, Turnschuhe an den Füßen, und schneller als du.

An der Barranco Wall überholen die Träger: mit Zelten, Küchenzelt, Tischen, Stühlen und deinem Seesack. Der Nationalpark begrenzt die Last auf 20 Kilo je Träger; die Kilimanjaro Porters Assistance Project prüft, wer sich an Löhne und Lasten hält. In den Viator-Daten nennt nur Nafika „faire Löhne“ ausdrücklich – bei allen anderen ist es die Frage, die man vor der Buchung stellen sollte.

4.200mBarranco Wall
Was hier unterschiedlich ist?Trägerlöhne: nur Nafika nennt „faire Löhne“ in der Leistungsliste
Zelte im Barafu Camp auf 4.640 Metern unter dem Kibo
Tag 6 · Barafu Camp · ≈ 4 km · 3–4 h

Abendessen um fünf, schlafen um sechs, wecken um elf.

Barafu heißt Eis auf Swahili. Das Basislager liegt auf einem Schuttgrat auf 4.640 Metern, ohne Wasser, ohne Schatten, mit Blick auf Kibo und Mawenzi. Man kommt mittags an, isst, schläft nicht, isst wieder und wird um 23 Uhr geweckt. Climb Kili geht noch 200 Meter höher bis Kosovo Camp, um die Gipfelnacht zu verkürzen. Auf der Marangu-Route heißt dieser Ort Kibo Huts – mit Bett statt Matte.

4.640mBarafu Camp
Was hier unterschiedlich ist✓Zelt und Matte bei allen Zeltrouten enthalten; Schlafsack nur bei Nafika
Gletscherreste am Kraterrand des Kilimandscharo im Licht des Sonnenaufgangs
Tag 7 · Stella Point → Uhuru Peak · ≈ 5 km · 6–8 h hinauf

Sechs Stunden Schutt im Dunkeln. Dann steht die Sonne über dem Mawenzi.

Die Gipfelnacht ist das, worüber alle reden: 1.250 Höhenmeter in Serpentinen auf Schutt, bei minus zehn bis minus zwanzig Grad, Schritt für Schritt hinter der Stirnlampe des Guides. Stella Point auf 5.756 Metern zum Sonnenaufgang, dann eine Stunde am Kraterrand entlang, an den Resten der Gletscher vorbei, bis zum Schild auf 5.895. Wer es bis Stella Point schafft, bekommt das grüne Zertifikat; wer bis Uhuru geht, das goldene.

5.895mUhuru Peak
Was hier unterschiedlich ist✓Gipfeltag bei allen Produkten von Barafu/Kibo Huts, Abstieg am selben Tag bis Mweka oder Horombo
Der Kibo im Abendrot über einem Zeltlager
Tag 8 · Mweka Gate → Moshi · ≈ 10 km · 3–4 h

Zertifikat, Bier, Dusche. In dieser Reihenfolge.

Der letzte Tag ist Abstieg durch den Regenwald bis zum Mweka-Tor, wo die Crew das Trinkgeld bekommt und der Park das Zertifikat ausstellt. Dann der Wagen nach Moshi oder Arusha. Ob die Nacht danach im Hotel enthalten ist, unterscheidet die Pakete: ZARA, Habari und Nafika haben zwei Hotelnächte drin, die anderen keine.

1.640mMoshi
Was hier unterschiedlich ist◐Hotelnächte vor und nach: ZARA (beide Routen), Habari, Nafika · Flughafentransfer: ZARA Marangu, Habari, Chief's, Nafika

Der Weg in Etappen: Höhen und Abläufe aus den Anbieterdaten, Fotos illustrieren die Orte. Die Kästen zeigen, wo sich die vier verglichenen Angebote am selben Ort unterscheiden.

ZARA Tours · Lemosho 8 Tage 8 Tage · 7 Nächte

Tag 1
Moshi → Mti Mkubwa Camp
7 km · 5 h km2.100 → 2.780 m

Frühstück und Briefing im Springlands Hotel, anderthalb Stunden zum Lemosho-Tor, Registrierung in Londorossi, durch den Wald zum Camp am „großen Baum“.

☾ Zelt 2.780 m
Tag 2
Mti Mkubwa → Shira 1
12 km · 6–7 h km2.780 → 3.500 m

Aus dem Wald ins Heideland mit erstem Blick auf den Kibo, heißes Mittagessen am Camp.

☾ Zelt ≈ 3.500 m
Tag 3
Shira 1 → Shira 2
5 km · 3–4 h km3.500 → 3.840 m

Kurzer Tag über das Shira-Plateau, Zeit zum Akklimatisieren.

☾ Zelt 3.840 m
Tag 4
Shira 2 → Lava Tower → Barranco
11 km · 7–8 h km4.630 m

Durch Halbwüste zum Lava Tower auf 4.630 m, Mittagessen, Abstieg ins Barranco-Tal – hoch gehen, tief schlafen.

☾ Zelt 3.960 m
Tag 5
Barranco → Karanga
5 km · 5 h km3.960 → 4.035 m

Über die Barranco Wall, dann hinab und hinauf ins Karanga-Tal.

☾ Zelt 4.035 m
Tag 6
Karanga → Barafu
5 km · 5 h km4.035 → 4.640 m

Zum Basislager Barafu, früh ins Zelt.

☾ Zelt 4.640 m
Tag 7
Barafu → Uhuru Peak → Mweka
17 km · 15+ h km5.895 m

Wecken um 23:30 Uhr, sechs Stunden Schutt bis Stella Point, eine weitere zum Uhuru Peak, dann 2.800 Meter Abstieg bis Mweka Camp.

☾ Zelt 3.090 m
Tag 8
Mweka Camp → Mweka Gate → Moshi
10 km · 4–5 h km3.090 → 1.650 m

Abstieg zum Tor, Fahrt zum Hotel, warmes Mittagessen, Dusche; Trinkgeldumschläge liegen im Hotel bereit.

☾ Springlands Hotel

Nafika Tours · Lemosho 7 Tage privat 7 Tage · 6 Nächte

Tag 1
Lemosho Gate → Big Tree Camp
7 km km2.335 → 2.780 m

Abholung 8 Uhr im Hotel in Moshi, durch die Lemosho Glades zum ersten Camp.

☾ Zelt 2.780 m
Tag 2
Big Tree → Shira 2
langer Tag km2.780 → 3.850 m

Der lange Tag: über Shira 1 mit Blick auf den Kibo bis Shira 2 – die Sieben-Tage-Variante spart hier eine Nacht.

☾ Zelt 3.850 m
Tag 3
Shira 2 → Lava Tower → Barranco
≈ 7 h km4.600 m

Hinauf zum Lava Tower, drei Stunden hinab ins Barranco-Tal.

☾ Zelt 3.900 m
Tag 4
Barranco → Karanga
≈ 4 h km3.900 → 4.000 m

Barranco Wall, unter den Gletschern Heim und Kersten ins Karanga-Tal, Nachmittag frei.

☾ Zelt 4.000 m
Tag 5
Karanga → Barafu
≈ 3 h km4.000 → 4.640 m

Kurz nach Barafu, Mittagessen, schlafen, frühes Abendessen.

☾ Zelt 4.640 m
Tag 6
Barafu → Uhuru Peak → Millennium Camp
≈ 12–14 h km5.895 m

Mitternacht Aufbruch, Stella Point zum Sonnenaufgang, eine Stunde zum Uhuru Peak, Abstieg bis Millennium Camp.

☾ Zelt 3.950 m
Tag 7
Millennium Camp → Mweka Gate → Moshi
14 km · 5 h km3.950 → 1.630 m

Abstieg, Zertifikat, Privatwagen zum Hotel – die zweite Hotelnacht ist enthalten.

☾ Hotel Moshi

Chief's Tours · Machame 7 Tage 7 Tage · 6 Nächte

Tag 1
Machame Gate → Machame Camp
11 km · 5–7 h km1.800 → 3.000 m

Registrierung am Tor, durch Regenwald mit Colobus-Affen zum ersten Camp.

☾ Zelt ≈ 3.000 m
Tag 2
Machame Camp → Shira Camp
5 km · 4–6 h km3.000 → 3.850 m

Aus dem Wald in Heide und Moor, über das Shira-Plateau mit Blick zum Mount Meru.

☾ Zelt ≈ 3.850 m
Tag 3
Shira → Lava Tower → Barranco
10 km · 6–8 h km4.630 m

Mittagessen am Lava Tower, Abstieg zwischen Riesensenecien ins Barranco-Tal.

☾ Zelt 3.900 m
Tag 4
Barranco → Karanga
5 km · 4–5 h km3.900 → 4.035 m

Die Barranco Wall – steil, aber Kraxelei statt Klettern – dann nach Karanga.

☾ Zelt 4.035 m
Tag 5
Karanga → Barafu
4 km · 3–4 h km4.035 → 4.640 m

Kurzer Tag, Gipfelbriefing, Gesundheitscheck, frühes Abendessen.

☾ Zelt 4.640 m
Tag 6
Barafu → Uhuru Peak → Mweka
17 km · 11–15 h km5.895 m

Um Mitternacht los, Stella Point zum Sonnenaufgang, Uhuru Peak, hinab nach Barafu und weiter bis Mweka Camp.

☾ Zelt 3.100 m
Tag 7
Mweka Camp → Mweka Gate
10 km · 3–4 h km3.100 → 1.640 m

Durch den Regenwald zum Tor, Gipfelzertifikat, Transfer nach Moshi oder Arusha.

ZARA Tours · Marangu 5 Tage, Hütten 5 Tage · 4 Nächte

Tag 1
Moshi → Mandara Huts
≈ 5 h km1.860 → 2.700 m

9 Uhr ab Moshi, 45 Minuten zum Marangu-Tor, Registrierung, durch Regenwald mit Colobus-Affen zu den Mandara-Hütten.

☾ Hütte ≈ 2.700 m
Tag 2
Mandara → Horombo Huts
≈ 6 h km2.700 → 3.700 m

Waldlichtungen, Heide mit Riesenlobelien, offenes Moor mit Blick auf den Mawenzi; Ankunft gegen 15 Uhr.

☾ Hütte ≈ 3.700 m
Tag 3
Horombo → Kibo Huts
≈ 6 h km3.700 → 4.700 m

Über den Sattel zwischen Mawenzi und Kibo – eine Mondlandschaft – zu den Kibo-Hütten.

☾ Hütte ≈ 4.700 m
Tag 4
Kibo Huts → Uhuru Peak → Horombo
≈ 14 h km5.895 m

1 Uhr Aufbruch, Serpentinen im Schutt bis Gilman's Point (5.685 m) zwischen 5 und 7 Uhr, zwei Stunden am Kraterrand zum Uhuru Peak, Abstieg bis Horombo.

☾ Hütte 3.700 m
Tag 5
Horombo → Marangu Gate → Moshi
≈ 6 h km3.700 → 1.860 m

Hinab über Mandara zum Tor gegen 14 oder 15 Uhr, Trinkgeld an die Crew, Fahrt zum Hotel.

☾ Springlands Hotel

Stationen und Gehzeiten aus den Viator-Produktdaten des Veranstalters, redaktionell gekürzt. Karten und Angaben illustrieren die Route und ersetzen keine Navigation.

Die drei Routen nebeneinander

Lemosho 8Lemosho 7Machame 7Machame 6Marangu 5
Nächte am Berg76654
Nächte über 3.500 m vor dem Gipfel4–54432
UnterkunftZeltZeltZeltZeltHütte
Akklimatisierungstag (Lava Tower)jajajajanein
Auf- und Abstieg getrenntja (Mweka)jajajanein
ProdukteZARA, Climb Kili, HabariNafikaChief's, ZAFS, KilingeAfrican TrekZARA
Ab USD je Person2.3082.1002.425 (1.000 ohne Gebühren)2.6002.403

Preise Stand 25.09.2026; Habari ab drei Personen, ZAFS zu zweit.

Die Gipfelnacht: was alle Routen gemeinsam haben

Um 23 Uhr Tee und Kekse, um Mitternacht Aufbruch, sechs bis acht Stunden Serpentinen auf Schutt im Schein der Stirnlampe, bei minus zehn bis minus zwanzig Grad und Wind. Die Guides gehen „pole pole“, langsam, und messen unterwegs mit dem Oximeter. Stella Point (oder Gilman's Point auf Marangu) am Kraterrand ist der Punkt, an dem viele umkehren – und an dem das grüne Zertifikat beginnt. Eine weitere Stunde am Rand entlang, an den Gletscherresten vorbei, bis zum Schild auf 5.895 Metern: das goldene. Dann der Abstieg, am selben Tag, 2.800 Höhenmeter bis Mweka Camp – der Tag hat am Ende zwölf bis fünfzehn Stunden. Wer die Nacht überstehen will, isst am Vortag, trinkt am Vortag und schläft am Vortag; im Barafu Camp geht keins davon gut.

Fragen zu den Routen

Was ist mit Rongai, Umbwe und Northern Circuit?

Rongai (von Norden, trocken, ruhig), Umbwe (steil, kurz, für Erfahrene) und der Northern Circuit (neun Tage, die längste und beste Akklimatisierung) gibt es auf Viator derzeit nur vereinzelt oder gar nicht – deshalb fehlen sie hier. Wer sie will, bucht direkt beim Veranstalter.

Ist Lemosho wirklich besser als Machame?

Ein Tag mehr auf dem Plateau, ein ruhigerer Anfang, dieselbe Gipfelnacht. Der Unterschied in der Akklimatisierung ist real, aber klein; der Unterschied im Preis liegt bei einigen hundert Dollar. Wer sieben Tage Machame nimmt, verliert wenig; wer sechs Tage nimmt, verliert die Karanga-Nacht, und das merkt man.

Wie schwer ist die Barranco Wall?

Sie sieht schlimmer aus, als sie ist: eineinhalb Stunden Kraxeln mit Händen an Felsen, ohne Seil, mit einer Stelle, an der man sich an den „Kissing Rock“ drückt. Träger gehen sie mit 20 Kilo auf dem Kopf. Wer Höhenangst hat, sagt es dem Guide; niemand ist dort je gesichert.

Lohnt sich Marangu wegen der Hütten?

Für alle, die im Zelt nicht schlafen können: ja. Hütten mit Etagenbetten, Matratzen, Speisesaal, in Mandara und Horombo fließendes Wasser. Der Preis ist die kürzere Route ohne Akklimatisierungstag und derselbe Weg zurück – dann sechs Tage buchen, nicht fünf.

Quellen und Prüfstand

6 Quellen anzeigen
  1. www.viator.com/tours/Moshi/Kilimanjaro-Lemosho-route/d24103-34008P12 – ZARA Tours: Lemosho-Ablauf mit Höhen, Kilometern und Stunden (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  2. www.viator.com/tours/Arusha/8-Day-Lemosho-Kilimanjaro-Summit-Climb-Kil – Climb Kili: Lemosho über Moir und Kosovo Camp (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  3. www.viator.com/tours/Moshi/Enjoyable-coffee-and-waterfall-tours/d24103 – Chief's Tours: Machame-Ablauf mit Kilometern und Stunden (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  4. www.viator.com/tours/Moshi/Mount-Kilimanjaro-Marangu-Route-5-days/d241 – ZARA Tours: Marangu-Ablauf mit Hütten (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  5. www.viator.com/tours/Moshi/Kilimanjaro-Hike-7-Day-Lemosho-Route/d24103 – Nafika Tours: Lemosho in sieben Tagen (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
  6. www.tanzaniaparks.go.tz/ – TANAPA: Kilimanjaro-Nationalpark, Routen und Tore (abgerufen am 25.09.2026)