- StartEl Mamey (Machete Pelao) ≈ 150 m, zweieinhalb bis drei Stunden im Geländewagen ab Santa Marta
- Höchster PunktCiudad Perdida ≈ 1.200 m, eine Stunde und 1.200 Stufen über dem Camp Paraíso Teyuna
- NächteCamp 1 (Adán/Alfredo), Camp 3 (Paraíso Teyuna), Camp 2 (Wiwa/Mumake) – bei fünf Tagen noch einmal Camp 1
- Strecke≈ 46 km hin und zurück; Tag 1 ≈ 8 km, Tag 2 ≈ 14 km, Tag 3 ≈ 12 km, Tag 4 ≈ 12 km
- Höhenmeter≈ 1.100 m hinauf und wieder hinab, in Wellen – kein Pass, aber ständig auf und ab
Das Profil: heiß am ersten Tag, lang am zweiten, früh am dritten
Die Ciudad Perdida hat kein Höhenproblem, sie hat ein Klimaproblem. Tag 1 beginnt nach dem Mittagessen in El Mamey mit dem berüchtigten ersten Anstieg: eine Stunde ohne Schatten, bei dreißig Grad und hoher Luftfeuchtigkeit, dann Wald bis zum Camp. Tag 2 ist der längste Wandertag – sieben bis neun Stunden je nach Anbieter – durch das Tal des Buritaca, am Kogi-Dorf Mutanyi vorbei, mit Bad am Fluss, bis zum obersten Camp Paraíso Teyuna. Tag 3 beginnt vor sechs: Flussquerung, 1.200 Stufen, zwei bis drei Stunden in der Stadt, Abstieg bis Camp 2. Tag 4 ist der Rückweg über Camp 1 nach El Mamey, sechs bis sieben Stunden, meist bergab und wieder in der Hitze.
Die Fünf-Tage-Variante ändert nur den Schluss: Sie schläft am vierten Tag noch einmal in Camp 1 und geht am fünften die letzten Kilometer nach El Mamey. Wer langsam geht oder Kinder dabei hat, gewinnt damit einen halben Tag am Fluss.
Tagesabläufe der Produkte
Aus den Viator-Produktdaten, gekürzt und übersetzt. Die Camps heißen bei jedem Anbieter anders (Camp 1 / Adán / Alfredo; Camp 2 / Cabaña Wiwa / Mumake; Camp 3 / Paraíso Teyuna / Camp des Mamo Romualdo) – es sind dieselben Plätze. Turcol hat keinen brauchbaren Ablauf in den Daten (Tag 2 und 3 wortgleich), Magic Tour nur auf Spanisch.

Der erste Hügel ist der heißeste. Alle sagen das, alle unterschätzen ihn.
In El Mamey enden Straße und Stromnetz. Nach dem Mittagessen geht es sofort bergauf, in der Mittagshitze und ohne Schatten, bis zum Mirador de las Tres Cruces. Danach wird der Weg waldiger, und am ersten Camp wartet der Fluss. Wer hier merkt, dass der Rucksack zu schwer ist, kann bei den meisten Veranstaltern noch ein Maultier dazubuchen.

Grünes Wasser, glatte Steine, und alle springen rein.
Der Buritaca begleitet den Trek von unten bis oben – die Ciudad Perdida liegt an seinem Oberlauf. Am zweiten Camp wird gebadet, während das Mittagessen gekocht wird. Es ist die Stelle, an der man versteht, warum Badesachen und schnell trocknende Kleidung wichtiger sind als Wanderstiefel.

Runde Hütten, weiße Kleidung, keine Fotos von Menschen.
Mutanyi ist ein Kogi-Dorf am Weg, kein Museum. Die Gruppen gehen am Rand vorbei, der Guide erklärt, was er erklären darf, und wer die Bewohner fotografieren will, fragt – meist ist die Antwort nein. Ein Teil des Tourpreises geht bei manchen Veranstaltern als Abgabe an die Gemeinden; drei der sieben Produkte nennen das ausdrücklich.

Um sechs im Fluss, um sieben auf der Treppe, um acht oben.
Der Aufstieg beginnt mit einer Flussquerung und endet auf 1.200 moosigen Steinstufen, die die Tayrona vor über tausend Jahren gebaut haben. Sie sind schmal, feucht und steil, aber kurz: eine Stunde. Alle Veranstalter starten früh, damit die Gruppen vor der Hitze und vor dem Nebel oben sind.

Hundertsiebzig Terrassen. Keine Mauern, keine Dächer, nur die Ringe.
Teyuna wurde um 800 gegründet, vier Jahrhunderte vor Machu Picchu, und 1972 von Grabräubern wiedergefunden. Was steht, sind Steinringe, Treppen und Wege, auf denen die Holzhäuser standen. Der Guide führt zwei bis drei Stunden durch die Terrassen; wer Glück hat, trifft den Mamo, den geistlichen Vorsteher der Kogi, der die Stätte betreut.

Der längste Tag ist der letzte, und er geht bergab.
Zurück über denselben Weg: Camp 2, Camp 1, die Hügel vor El Mamey. Sechs bis sieben Stunden, meist bergab, in derselben Hitze wie am ersten Tag. Die Fünf-Tage-Variante teilt den Rückweg auf zwei Tage und schläft noch einmal am Fluss. Am Nachmittag Mittagessen in El Mamey, Rückfahrt nach Santa Marta – oder, bei Expotur und Econnection, nach Minca, Palomino oder an den Tayrona-Park.
Der Weg in Etappen: Höhen und Abläufe aus den Anbieterdaten, Fotos illustrieren die Orte. Die Kästen zeigen, wo sich die vier verglichenen Angebote am selben Ort unterscheiden.
Expotur · 4 Tage 4 Tage · 3 Nächte
Start 9:30 Uhr im Büro von Expotur, zweieinhalb Stunden im Geländewagen nach El Mamey, Mittagessen, dann der erste Anstieg zum Camp 1 mit Flussbädern und Wasserfällen in der Nähe.
☾ Camp 1, Bett oder HängematteFrühes Frühstück, durch das Tal des Buritaca am Kogi-Dorf Mutanshi vorbei, rund sieben Stunden durch den Wald der Sierra Nevada bis Camp 3.
☾ Camp 3, Bett oder HängematteÜber die 1.200 Stufen der Tayrona hinauf zur Ciudad Perdida, Führung durch die Terrassen, Zeit für Fotos, Mittagessen, dann derselbe Weg zurück bis Camp 2.
☾ Camp 2, Bett oder HängematteRückweg mit Flüssen und Wasserfällen zum Abkühlen bis El Mamey, Mittagessen, Fahrt nach Santa Marta, Ankunft gegen 17 Uhr. Absetzen auch bei Minca, Palomino oder am Tayrona-Park möglich.
Baquianos · 4 Tage, max. 12 4 Tage · 3 Nächte
Treffpunkt oder Abholung, rund drei Stunden im Geländewagen nach El Mamey, dann etwa sechs Kilometer bis zur ersten Hütte, unterwegs Naturpools zum Baden.
☾ Bett oder HängematteAbmarsch 8 Uhr, acht bis neun Stunden bis zum dritten Camp Paraíso Teyuna, eine Stunde unterhalb der Ciudad Perdida; unterwegs am Kogi-Dorf Mutanyi vorbei.
☾ Bett oder HängematteEine Stunde und 1.200 Stufen hinauf nach Teyuna, Führung durch die Terrassen und Ringe, Bad im „Pozo de la Juventud“ möglich, Abstieg zur ersten Hütte Mumake.
☾ Bett oder HängematteFrüher Aufbruch, Rückweg nach El Mamey, hausgemachtes Mittagessen, Rückfahrt im Geländewagen nach Santa Marta.
Magic Tour · 4 Tage 4 Tage · 3 Nächte
Drei Stunden ab Hotel im Geländewagen nach El Mamey, Mittagessen im Dorf, vier Stunden Aufstieg zum ersten Camp.
☾ Hängematte oder Bett mit MoskitonetzZwei Stunden zum Kogi-Dorf Mutanzi, vierzig Minuten bis Camp 2 mit warmem Mittagessen, vier Stunden weiter bis zum Camp des Mamo Romualdo (Camp 3).
☾ Hängematte, Bett oder ZeltEine Stunde hinauf zur Ciudad Perdida, zwei Stunden Rundgang durch die archäologische Zone, zurück zum Camp 3 zum Mittagessen, vier Stunden bis Camp 2.
☾ Hängematte oder BettSieben Stunden Rückweg nach El Mamey, Mittagessen, drei Stunden Fahrt zum Hotel.
Econnection · 4 Tage, vollständigste Liste 4 Tage · 3 Nächte
Abholung zwischen 7 und 8:30 Uhr, drei Stunden Jeep nach El Mamey, Rast mit Obst am Mirador de las Tres Cruces, Naturpools, Nacht in Camp Adán oder Alfredo.
☾ Bett oder Hängematte, MoskitonetzDrei Stunden bis Camp 2 „Cabaña Wiwa“ mit Bad im Buritaca, zwanzig Minuten bis Mutanyi, fünf Stunden bis Camp 3 mit Dusche, Toilette und Generatorstrom.
☾ Camp 3, Strom 18–21 UhrZwei Kilometer und 1.200 Stufen hinauf, drei Stunden Führung durch Terrassen, Wege und Zeremonialbauten, vier Stunden Abstieg bis Camp 2.
☾ Camp 2Zwei Stunden bis Camp 1, vier Stunden bis El Mamey, Mittagessen, drei Stunden Jeep; Ankunft in Santa Marta zwischen 15 und 17 Uhr. Beginn oder Ende in Minca ohne Aufpreis.
To'Buru · 4 Tage, max. 4 4 Tage · 3 Nächte
Start in El Mamey, Obstpause am Mirador de las Tres Cruces, Naturpools, Nacht in der ersten Hütte.
☾ Hütte mit Strom, Toilette, DuscheÜber Mutanyi und ein Bad im Río Buritaca beim zweiten Camp bis Paraíso Teyuna.
☾ Strom 18–21 Uhr, DuscheZwei Kilometer und 1.200 Stufen zur Ciudad Perdida, Führung, Mittag in Paraíso Teyuna, Abstieg zur Cabaña Wiwa.
☾ Cabaña Wiwa, begrenzte DuschenZwei Stunden bis Camp 1, vier Stunden bis El Mamey, Mittagessen; laut Ablauf Rückfahrt nach Palomino, laut Abholhinweis Santa Marta – vor der Buchung klären.
Impulse Travel · 5 Tage 5 Tage · 4 Nächte
Treffen zwischen 8 und 9 Uhr, drei Stunden nach El Mamey, Mittagessen im Restaurant, vier Stunden zum ersten Camp.
☾ Camp, Bett oder HängematteAbmarsch 6 Uhr, zwei Stunden bis Mutanzi, vierzig Minuten bis Camp 2 mit Mittagessen, vier Stunden bis Camp 3.
☾ CampAbmarsch 6 Uhr, 1.200 Stufen, gegen 7 Uhr oben; zwei Stunden in der Stadt, Mittag im Camp 3, vier Stunden zurück bis Camp 2.
☾ CampDer Tag, den die Fünf-Tage-Variante gewinnt: nur vier Stunden zurück zum ersten Camp, Nachmittag am Fluss, Abendessen, Nacht.
☾ Camp oder HängematteAbstieg nach El Mamey, Mittagessen im selben Restaurant wie am ersten Tag, Rückfahrt nach Santa Marta am Nachmittag. (Der Anbietertext nennt hier „Camp 2“ und sieben Stunden – vermutlich aus dem Vier-Tage-Ablauf übernommen.)
Stationen und Gehzeiten aus den Viator-Produktdaten des Veranstalters, redaktionell gekürzt. Karten und Angaben illustrieren die Route und ersetzen keine Navigation.
Camps: wie das Übernachten funktioniert
Die Camps sind Holzbauten mit Wellblechdach, offen zum Wald, betrieben von Bauernfamilien der Region. Es gibt Betten in Reihen und Hängematten, beides mit Moskitonetz, Toiletten, kalte Duschen und in den oberen Camps Generatorstrom von etwa 18 bis 21 Uhr. Wer ein Bett bekommt und wer eine Hängematte, entscheidet die Belegung am Abend – alle Anbieter sagen „Bett oder Hängematte“, keiner garantiert eins davon. Schlafsack braucht man nicht, eine dünne Decke gibt es; einen Seideninlett und Ohrstöpsel nehmen viele mit. Bier, Wasser und Snacks werden in jedem Camp verkauft, in Pesos, nach oben teurer.
Reisezeit: Dezember bis März trocken, September geschlossen
Der Trek wird das ganze Jahr angeboten. Die trockenste Zeit ist Dezember bis März: fester Weg, niedrige Flüsse, klare Morgen an den Terrassen, dafür die vollsten Camps. April bis Juni und September bis November sind Regenzeiten mit Schauern am Nachmittag, Lehm auf dem Weg und Flussquerungen bis zum Oberschenkel – der Wald ist dann am grünsten, und die Gruppen sind kleiner. Juli und August liegen dazwischen. Unabhängig vom Wetter schließt der Park jedes Jahr für einige Wochen, meist im September, für die Zeremonien der Kogi, Wiwa, Arhuaco und Kankuamo; die Termine gibt die Behörde ICANH gemeinsam mit den Gemeinden bekannt.
Fragen zur Route
Wie schwer ist der Ciudad-Perdida-Trek?
Mittel. Die Höhe spielt keine Rolle, die Hitze und die Feuchtigkeit schon. Die Anstiege sind kurz, aber steil und oft ohne Schatten; nach Regen wird der Lehm rutschig. Wer regelmäßig wandert, braucht keine Vorbereitung, sollte aber langsam gehen und viel trinken – die Guides rechnen mit drei bis vier Litern am Tag.
Wie sind die Flussquerungen?
Am dritten Morgen wird der Buritaca vor der Treppe gequert, meist knietief, in der Regenzeit auch tiefer – dann spannen die Guides ein Seil. Sandalen oder Wasserschuhe zum Wechseln lohnen sich; viele gehen die Querung in den Wanderschuhen und lassen sie am Tag trocknen.
Gibt es Handyempfang oder WLAN?
Nein, ab El Mamey nicht mehr. Strom zum Laden gibt es in den Camps stundenweise, oft gegen eine kleine Gebühr. Eine Powerbank reicht für vier Tage.
Was ist mit Moskitos und Impfungen?
Moskitonetze sind an allen Betten und Hängematten; Repellent und lange Kleidung am Abend bleiben nötig. Expotur empfiehlt die Gelbfieberimpfung als Vorsichtsmaßnahme; eine Pflicht für die Einreise besteht nicht. Wer Fragen hat, klärt sie vor der Reise beim Tropeninstitut.
Quellen und Prüfstand
5 Quellen anzeigen
- www.viator.com/tours/Santa-Marta/Lost-City-Trek-Discover-Ciudad-Perdid – Econnection: Tagesablauf mit Kilometern und Stunden (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
- www.viator.com/tours/Santa-Marta/Walk-for-4-days-to-Ciudad-Perdida-San – Expotur: Tagesablauf, Camps, Endpunkte (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
- www.viator.com/tours/Santa-Marta/Lost-City-Trek-in-Santa-Marta-Colombi – Baquianos: Tagesablauf mit Hüttennamen (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
- www.viator.com/tours/Santa-Marta/Ciudad-Perdida-4-or-5-Day-Trek-from-S – Impulse Travel: Fünf-Tage-Ablauf (Viator Partner API) (abgerufen am 25.09.2026)
- www.icanh.gov.co/ – ICANH: Parque Arqueológico Teyuna – Ciudad Perdida, Verwaltung und Schließzeiten (abgerufen am 25.09.2026)
